3.5 Linz – Europäische Kulturhauptstadt

In diesem Kapitel finden sich im KEP verschiedene Zielformulierungen und Maßnahmen, die mit der Bewerbung um den Titel einer Europäischen Kulturhauptstadt in Verbindung stehen.

Neben einer Absichtserklärung zur Bewerbung wird in einleitenden Sätzen auf das besondere kulturelle Potenzial von Linz verwiesen (gut ausgebaute kulturelle Infrastruktur, hervorragende Kunst-und Kulturszene). Im Anschluss wird als Maßnahme angeführt, dass in künftigen Kulturhauptstädten Artist-In-Residence-Programme und künstlerischkulturelle Aktivitäten gesetzt werden sollen. Vereinzelt wurde dies auch erfüllt, wobei sich diese Aktivitäten vor allem auf die Zeit unmittelbar vor dem Kulturhauptstadtjahr konzentrieren, etwa die Literarische Schreibwerkstätte “UmLinzRum” von Oskar Terš im Oktober 2007 in Sibiu, der rumänischen Kulturhauptstadt in diesem Jahr, oder die verstärkten Kontakte zu Liverpool, Kulturhauptstadt 2008, die sich u. a. in einem Artist-In-Residence-Programmaustausch zwischen Atelierhaus Salzamt und der Liverpool Biennale im Rahmen des EU-Programms “Urban Interventions” zeigten.

Die angeführte Abstimmung aller Aktivitäten im Rahmen der Bewerbung um die Europäische Kulturhauptstadt mit dem Land Oberösterreich wurde auf der Ebene der politischen Verwaltung und der kulturpolitischen Entscheidungsträger_innen weitestgehend erfüllt, Dissonanzen waren beim Prozess um die Bewerbung nicht wahrnehmbar. Die Einbeziehung von Künstler_innen, Kulturschaffenden, Wirtschafts-und Tourismusexpert_innen in die Ideenfindung und Konzeptentwicklung fand statt, wie sich am Bewerbungspapier mit dem Titel “Linz – Labor der Zukunft”, das unter Federführung der Steuerungsgruppe “Land Oberösterreich – Stadt Linz” und Mitwirkung der Arbeitsgruppe “Linz 2009”, des Stadtkulturbeirats und zahlreicher Personen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Tourismus und Verwaltung erstellt wurde, oder der Präsentation der Bewerbung im April 2005 vor einer Expert_innenkommission in Brüssel, bei der auch Vertreter_innen von öffentlichen und nicht-öffentlichen Kunst-und Kultureinrichtungen in der Stadt vertreten waren, zeigt.

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