Ergebnisprotokoll: “Festivals / Events” (22.03.2012)

22. März 2012, 16 bis 19 Uhr, Kunstuniversität Standort Kollegiumgasse
Moderation: Leslie Jäger, 17 TeilnehmerInnen, Stille Begleiterin: Gerda Forstner

„Die TeilnehmerInnen wurden eingeladen in kleinen Diskussionsrunden ihre Visionen, Wünsche und Sehnsüchte im Themenbereich „Festivals / Events“ zu sammeln und auszutauschen.

Arbeitsauftrag:

Visionen – Wünsche – Sehnsüchte
Welche Visionen habe ich bzgl. dieses Themenfeldes für die Stadt?
Was wünsche ich mir von dieser Stadt?
Was wünsche ich in dieser Stadt?
Welche Sehnsüchte entstehen zu diesem Themenfeld?

Ergebnisse aus dem Themenworkshop „Festivals / Events“:

Bessere Koordination zur Stärkung der Formate
-> sowohl unter den Fördergebern als auch in Form von Absprachen zwischen den Festival- und Kulturverantwortlichen
-> der Ressourcen-Einsatz für Infrastruktur bei Festivals ist immer viel höher als der Anteil fürs Programm, daher braucht es eine klare Zieldefinition und Kooperationen bei Festivals, um die Verwendung von Kulturgelder zu optimieren
2020 finden Festivals biennal/triennal statt.

Kein Festival ohne klares Konzept und Ziel
-> bei einigen bestehenden Festivals sind die ursprünglichen Zielsetzungen nicht mehr erkennbar bzw. durch Veränderungen im Umfeld nicht mehr relevant – diese benötigen eine Adaptierung des Konzepts und ein Überdenken der etablierten, kostenintensiven Festivals, welchen Sinn diese heute noch erfüllen
-> Qualitätskriterien und Evaluierung auf Förderungen anwenden

Kein Festival erfinden ohne aktive Basisinitiativen und an organische Strukturen knüpfen
-> ein Festival macht dann Sinn, wenn auch außerhalb des Festivalzeitraumes die Inhalte in der Stadt mit Angeboten verankert sind (zB.: Ars und AEC oder Crossing Europe und Moviemento). Festivals dürfen keine Einzelerscheinung ohne Anbindung zur Stadt sein.

Festivals als „Fenster zur Welt“ (Crossing Europe, Ars)

Festivals und Formate bearbeiten gemeinsam ein Linzer „Jahresthema“
-> anknüpfend an die Erfahrungen der vom Tourismus angelegten Themenjahre (wie Natur 2011 oder Architektur & Design 2012)

Kooperationen bei Festivals unter KulturpartnerInnen gleichwertig
-> Kooperationen zwischen Freier Szene und Kulturinstitutionen sollen im Rahmen von Festivals „auf gleicher Augenhöhe“ und unter gleichen Rahmenbedingungen passieren

Brucknerfestival zeitlich kürzen und öffnen für Linzer KulturpartnerInnen
-> Brucknerfest ohne Bruckner
-> neues Festivalformat im „Klassik“-Bereich

2020 kein Krone Fest, sondern Szene Fest
Keine Kommerzialisierung des öffentlichen Raums (Krone Fest)
-> Krone Fest ist schlecht für das Stadt-Image und bindet öffentliche Mittel; außerdem gibt es Sonderbehandlung im Bezug auf die Präsentation im öffentlichen Raum (Transparente in der Innenstadt etc.)

2020 gibt es keine „Räusche“ mehr.

Genderparität bei allen Festivals

Linz-Kultur soll mehr Koordinationsaufgaben wahrnehmen und weniger Eigen-Events
-> neue Rolle von Linz Kultur – z.B.: mit der Herausgabe eines städtischen Kulturmagazins (Falter, spotzs fehlen in Linz) oder bei der Unterstützung in der Öffentlichkeitsarbeit helfen
-> statt selber zu veranstalten, soll Linz Kultur koordinieren bzw. Aufträge für Veranstaltungen an Freie Szene vergeben
-> beim LinzFest waren früher Freie Szene-Einrichtungen wie die KAPU Veranstalter

Ankündigungs- und Werbeflächen (Print, Infoscreen, etc.) auch für kleine Veranstalter
-> der angebotene Kulturtarif ist für viele nicht leistbar

Programmentwicklung für Musikpavillon
-> es ist zu undurchsichtig, was programmtisch dort passiert

Pflasterspektakel weiterentwickeln
-> speziell mit Theater ausweiten
-> Straßenmusik als Ursprung des Festivals steht im Gegensatz zum aktuellen Bettelverbot

Programmentwicklung für Jugendpoint an der Donau

Nichtkommerzielles Sommerkino am AEC-Maindeck

Dezentrale Impulse
-> wichtige Strategie, die weitergeführt werden soll (Bellevue, Déjavu)

Raum und Zeit für Kunst (statt nur Unterhaltung)

Fokus auf Inhalte vs. Hüllen

Vielfalt der Linzer Kulturszene sichtbar machen

 

Aus den gesammelten Sehnsüchten und Wünschen konkretisierten die TeilnehmerInnen ein Bild mit Visionen, wie es im Jahr 2020 in der Stadt Linz tatsächlich aussieht:

2020:  Linz beherbergt Festivals mit klarem Profil, die einzigartig sind und auch ein „Fenster zur Welt“.

2020 steht Linz für „konzentrierte Inhalte“ (Gemeinsames Arbeiten an einem Linzer Jahresthema).

2020 gibt es mehr Abwechslung im Jahreskulturprogramm, weil Festivals biennal oder triennal stattfinden.

2020 sind alle Festivals geschlechterparitätisch im Programm und Leitung.

2020: Linz bietet Vielfalt
2020: Linz ist im permanenten Wandel
2020: Linz hat fruchtbare Böden/Plätze/Räume

Linz ist Eventhauptstadt
Linz hat neues Brucknerfestival
Linz bietet KünstlerInnen mehr Bühne

Linz hat 2020 eine heterogene, nach Qualitätskriterien dargestellte Festivalszene, bei der die Großen und die Kleinen sichtbar sind und wahrgenommen werden und die mit der Basisinstitution vernetzt sind.

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