Ergebnisprotokoll: “Internationalität & Mobilität” (17.4.2012)

17. April 2012, 16 bis 19 Uhr, afo architekturforum oberösterreich
Moderation: Gundi Fiebiger, 4 TeilnehmerInnen, Stille Begleiterin: Gerda Forstner

Die TeilnehmerInnen wurden eingeladen in kleinen Diskussionsrunden ihre Visionen, Wünsche und Sehnsüchte im Themenbereich „Internationalität & Mobilität“ zu sammeln und auszutauschen.

Arbeitsauftrag:

  • Visionen – Wünsche – Sehnsüchte
  • Welche Visionen habe ich bzgl. dieses Themenfeldes für die Stadt?
  • Was wünsche ich mir von dieser Stadt?
  • Was wünsche ich in dieser Stadt?
  • Welche Sehnsüchte entstehen zu diesem Themenfeld?

Ergebnisse aus dem Themenworkshop „Internationalität & Mobilität“:

1) Formate / Aktivitäten

  • Internationales Symposium zum Thema Transformationsprozesse von Stadtregionen (Wunsch)
  • Zwischen Crossing Europe im Frühjahr und Ars im Herbst gibt es in Linz noch 1 oder 2 weitere solch internationaler Formate, zB.:(Theater)Festival mit Produktionen von Linzer Theatern und internationale Produktionen bzw. aber auch im Bildenden Bereich (wie Triennale) oder zu Architektur – viel Interdisziplinarität ist positiv
  • Linz ist ein Hotspot in der Kreativwirtschaft – dank der Innovationskraft Linzer Unternehmen
  • Linz ist „Austragungsort“ internationaler Kunst-/Kultur“happenings“ (vor allem von „kleinen, feinen“ Initiativen, auch im freien Szeneumfeld)

2) Selbstbild

  • Antworten auf Urbanisierung finden (auch zu Fragen der Mobilität innerhalb der Stadt
  • Mobilität zwischen Stadträumen
  • Linz ist eine grüne Stadt – in Bezug auf Lebensqualität und zieht noch mehr Menschen an
  • Selbstbewusstsein (der EinwohnerInnen) als Kulturstadt top! (LinzerInnen besuchen die Linzer Kultureinrichtungen und gehen nicht nur ins Museum, Konzerthaus oder Theater, wenn sie in einer anderen Stadt sin.)

3) Gelebte Offenheit

  • Größere Bandbreite an Kunstschaffenden (verschiedener kultureller Background braucht Akzeptanz, was mit Urbanität und Internationalisierung einhergeht)
  • Offenheit für Neues (Wunsch) – Keine Angst vor Veränderung in der Stadt
  • Durchschnittlich größere Offenheit für internationale Kunst und KünstlerInnen (Verhältnismäßigkeit zwischen National und International)
  • Von Linz aus werden ausländische Institutionen animiert nach Linz zu kommen
  • Vorbild Kultur für Integration – gleichzeitig soll Internationalität in allen Bereichen des städtischen Lebens in der Begegnung mit Gästen und Zugewanderten gelebt werden (Hinweis zu Erfahrungen aus dem Kulturhauptstadtjahr)
  • Gezielte Zuwanderung im Standortwettbewerb / „Attraktivität“ – junge, kreative Menschen auf Linz aufmerksam machen und nach Linz holen bzw. nach Uni-Abschluss in Linz halten

4) Service / Infrastruktur

  • In Linz gibt es eine Institution (Ansprechstelle), die Auslandsaktivitäten von Linzer Kunstschaffenden begleitet, fördert, serviciert
  • Linzer Tageszeitungen berichten regelmäßig (Kolumne) über solche Aktivitäten
  • In Linz gibt es einen „Pool/Netzwerk von Auslandserfahrenen“, wo Interessierte gegenseitig Tipps geben bzw. sich holen können
  • Künstlerische Austauschprogramme – z.B. mit Partnerstädten oder Austausch von Produktionen von Kultureinrichtungen und Festivals mit Produktionen anderer Städten
  • „Erweiterung“ des Salzamt (Erweiterung im Sinne einer räumlichen und spartenbezogenen Weiterentwicklung)
  • Oberösterreichische Unternehmen, die international aktiv sind, bieten als Kulturbotschafter Linzer Kunstschaffenden eine Bühne an ihren Niederlassungen im Ausland
  • Linz als Kultur-Hub internationaler Unternehmen – d.h. ausländische Unternehmen bringen internationale KünstlerInnen nach Linz und werden so Förderer für den Austausch / Wirtschaft ↔ Kultur
  • Beschriftungen mehrsprachig

5) Internationale Wahrnehmung

  • „Marke“ Linz international positionieren (Mehrwert?)
  • „Bündelung“ Angebote bei internationaler Vermarktung (partiell)
  • Tabakfabrik ist internationales Vorzeigeprojekt für Stadtraumentwicklung
  • Nutzung von Themenblöcken (verschiedene Kulturschaffende, kulturelle Projekt und Formate befassen sich mit einem ausgewählten Thema)

Aus den gesammelten Sehnsüchten und Wünschen konkretisierten die TeilnehmerInnen ein Bild mit Visionen, wie es im Jahr 2020 in der Stadt Linz tatsächlich aussieht:

Linz ist aufgrund entsprechender Formate, Servicierung und Infrastruktur im Blickpunkt der Aufmerksamkeit sowohl international als auch national Kulturschaffender.

Linz ist offen für Neues.
Der/die LinzerIn ist stolz auf das kulturelle Leben/Angebot der Stadt.

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