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	<title>Kulturentwicklungsplan Linz Neu</title>
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		<title>Expertinnen-Arbeitskreis &#8220;Gender&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 11:18:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitskreise]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag, 19. Juni 2012, 9 bis ca. 11 Uhr im Büro Linz Kultur, Besprechungsraum  Die teilnehmenden Expertinnen waren: Frau Tanja Araujo, Projektentwicklerin bei maiz &#8211; Autonomes Zentrum von &#38; für Migrantinnen Frau Dagmar Höss, Künstlerin, IG Bildende Kunst, Mitglied im Stadtkulturbeirat Frau Roswitha Kröll, Geschäftsführerin FIFTITU% Frau &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/expertinnen-arbeitskreis-gendergerechtigkeit-erreichen/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 19. Juni 2012, 9 bis <acronym title="circa">ca. </acronym>11 Uhr</strong> im Büro Linz Kultur, Besprechungsraum </p>
<p>Die teilnehmenden Expertinnen waren:</p>
<p>Frau <strong>Tanja Araujo</strong>, Projektentwicklerin bei maiz &#8211; Autonomes Zentrum von &amp; <acronym title="folgende">f</acronym>ür Migrantinnen</p>
<p>Frau <strong>Dagmar Höss</strong>, Künstlerin, IG Bildende Kunst, Mitglied im Stadtkulturbeirat</p>
<p>Frau <strong>Roswitha Kröll</strong>, Geschäftsführerin FIFTITU%</p>
<p>Frau <strong>Lisa Murhammer</strong>, Obfrau autonomes Frauenzentrum Linz</p>
<p>Frau <strong>Kathrin Paulischin</strong>, Festivalleiterin LinzFest &amp; Pflasterspektakel</p>
<p>Frau <strong>Jutta Reisinger</strong>, Leiterin des Frauenbüros der Stadt Linz</p>
<p>Frau<strong> Uschi Reiter,</strong> Geschäftsführerin servus.at, Mitglied des Stadtkulturbeirates</p>
<p>Frau <strong>Gerlinde Schmierer</strong>, Vorstand FIFTITU%, <acronym title="Universitäts">Univ</acronym>.-Assistentin an der Kunstuniversität Linz </p>
<p>Frau <strong>Olivia Schütz</strong>, Obfrau Stadtwerkstatt </p>
<p>Frau <strong>Gitti Vasicek,</strong> <acronym title="Universitäts">Univ</acronym>.-Professorin an der Kunstuniversität Linz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> TeilnehmerInnen von Seiten der Steuerungsgruppe <acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym> neu:</p>
<p> Herr <strong>Julius Stieber</strong>, Kulturdirektor der Stadt Linz</p>
<p>Frau <strong>Gerda Forstner</strong>, Abteilung &#8220;Städtische Kulturentwicklung&#8221;, Büro Linz Kultur</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>1. FORUM KEP am Do, 28. Februar 2013, im Atelierhaus Salzamt: FAR AWAY FROM HOME</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Feb 2013 09:18:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[FORUM KEP]]></category>

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		<description><![CDATA[Die aktuelle Ausstellung &#8220;EXPOrt, IMpORT, imPULS – Kulturelle Sonderförderprogramme der Stadt Linz 2009-2011&#8243; im Internationalen Atelierhaus Salzamt bietet die Gelegenheit für das erste FORUM KEP, das an das Kapitel &#8220;Internationalisierung forcieren&#8221; im neuen Kulturentwicklungsplan anknüpft. „FAR AWAY FROM HOME: Auslandsaufenthalte &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/1-forum-kep-far-away-from-home-28-2-2013-atelierhaus-salzamt/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="justify">Die aktuelle Ausstellung &#8220;EXPOrt, IMpORT, imPULS – Kulturelle Sonderförderprogramme der Stadt Linz 2009-2011&#8243; im Internationalen Atelierhaus Salzamt bietet die Gelegenheit <acronym title="folgende">f</acronym>ür das erste <strong>FORUM <acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym></strong>, das an das Kapitel &#8220;Internationalisierung forcieren&#8221; im neuen Kulturentwicklungsplan anknüpft.</p>
<p align="center"><strong>„FAR AWAY FROM HOME: Auslandsaufenthalte von Linzer KünstlerInnen – Wunsch und Wirklichkeit&#8221;</strong> am <strong>Donnerstag, 28. Februar 2013</strong>, Internationales <strong>Atelierhaus Salzamt</strong> (Obere Donaulände 15, 4020 Linz) im Anschluss an die Katalogpräsentation zur aktuellen Ausstellung um <strong>19 Uhr</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Im Vorfeld des FORUM <acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym> findet ein Runder Tisch mit ExpertInnen und KünstlerInnen zur „Förderung von Internationalen Kontakten und Auslandserfahrungen von Linzer Kunstschaffenden&#8221; im Büro Linz Kultur statt. Ein Protokoll zu den zentralen Inhalten des Runden Tisches wird hier Anfang März veröffentlicht werden<span style="font-size: small;">.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="justify">Als Einstieg beim FORUM <acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym> präsentieren einige VertreterInnen des Runden Tisches Inhalte und Erkenntnisse aus diesem ExpertInnentreffen und formulieren Fragestellungen. Eine <acronym title="circa">ca. </acronym>einstündige Diskussion lädt die TeilnehmerInnen am FORUM <acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym> zur Stellungnahmen und zum Dialog über das Thema „Auslandsaufenthalte von Linzer KünstlerInnen – Wunsch und Wirklichkeit&#8221; ein. Dieses Feedback und der inhaltliche Diskurs werden Eingang in die Bearbeitung der „<acronym title="Kulturentwicklungsplan">KEP</acronym> neu&#8221;-Ziele und bei den ersten Umsetzungsschritten von Maßnahmen des neuen Linzer Kulturentwicklungsplanes finden.</p>
<p align="justify">Aus organisatorischen Gründen wird um <strong>Anmeldung bis Montag, 25. Februar 2013</strong> gebeten: <strong><span style="font-size: small;"><a href="mailto:lk@mag.linz.at"><span style="font-size: small;">lk@mag.linz.at</span></a><span style="font-size: small;"> oder 0732/ 7070-1932</span></span></strong></p>
<p align="justify"> Zwischen der Denkarbeit laden wir wieder zur Stärkung zum Buffet der Linz Kultur.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>1. Kunst und Kultur barrierefrei machen</title>
		<link>http://kep.public1.linz.at/1-kunst-und-kultur-barrierefrei-machen/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Linz bekennt sich im kulturpolitischen Kontext von „Kultur für alle“ zu einem erweiterten Verständnis der Barrierefreiheit, das heißt zu einer uneingeschränkten Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Kunst und Kultur für alle Menschen. Dies bezieht sich auf alle Kunst- und Kultureinrichtungen und &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/1-kunst-und-kultur-barrierefrei-machen/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Linz bekennt sich im kulturpolitischen Kontext von „Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle“ zu einem <strong>erweiterten </strong><strong>Verständnis</strong> <strong>der Barrierefreiheit</strong>, das heißt zu einer uneingeschränkten Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Kunst und Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle Menschen. Dies bezieht sich auf alle Kunst- und Kultureinrichtungen und -aktivitäten in Linz sowie auf die dazugehörige Informations- und Kommunikationsarbeit. Dieses Ziel entspricht dem Prinzip der sozialen Inklusion*, das die Gleichwertigkeit jedes Individuums sowie die würde- und respektvolle Akzeptanz der Individualität jedes Menschen in der Gesellschaft umfasst. Es ist eine Voraussetzung <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, politischen, institutionellen und kulturellen Leben einer Stadt [siehe Kapitel „Interkulturalität leben“ und „Gendergerechtigkeit erreichen“].</p>
<p>Die Stadt Linz verfolgt dabei insbesondere den <strong>Abbau von sozialen und ökonomischen Hindernissen</strong>. Um die sozialen Barrieren zu verringern, erweitert Linz laufend das Bildungsangebot. Vor allem der Wissensturm als europaweit herausragendes Beispiel umfassender Barrierefreiheit wird als Grundbildungszentrum eine noch stärkere Positionierung erfahren, wozu auch gehört, dass Grundbildungsprogramme auf die Zweigstellen in den Stadtteilen ausgedehnt werden. Zahlreiche Linzer Kultureinrichtungen und Festivals sind bereits langjährige PartnerInnen von Aktionen wie „Hunger auf Kunst und Kultur“ oder dem „Aktivpass der Stadt Linz“. Durch eine Intensivierung von Kooperationen und die Erprobung neuer Modelle soll die Nutzbarmachung des Kunst- und Kulturangebots der Stadt Linz speziell <acronym title="folgende">f</acronym>ür Menschen aller Generationen, die in Armut leben <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. armutsgefährdet sind, erweitert werden.</p>
<p>Im Oktober 2008 trat in Österreich das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Kraft. Darüber hinaus stellen das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und das Oö. Chancengleichheitsgesetz die rechtliche Basis <acronym title="folgende">f</acronym>ür das Bemühen der Stadt Linz dar, das Entstehen neuer Barrieren zu verhindern und bestehende Barrieren zu verringern.</p>
<p>Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels hin zu einer immer älter werdenden Gesellschaft liegt das Hauptaugenmerk weiter auf der barrierefreien Erreichbarkeit von und der Zugänglichkeit zu Kultureinrichtungen, Veranstaltungsstätten und kulturellen Formaten in der Stadt. Die Stadt Linz bekennt sich dazu, <strong>barrierefreien Zugang zu allen Kultureinrichtungen</strong> in der Stadt zu schaffen. Die städtischen Kultureinrichtungen verpflichten sich, besonders bei Neubauten und der Adaptierung neuer kultureller Infrastruktur (Haus der Stadtgeschichte, Tabakfabrik Linz) Barrierefreiheit umzusetzen. Dieses Prinzip wird auch bei kulturellen Großveranstaltungen im öffentlichen Raum und bei Ausstellungsgestaltungen berücksichtigt. Der Neubau von städtischen Kultur- und Bildungshäusern wie Ars Electronica Center, Lentos Kunstmuseum Linz oder Wissensturm hat die Situation bereits erheblich verbessert. Die städtischen Kultureinrichtungen verpflichten sich in diesem Zusammenhang auch, alle Informationen zur barrierefreien Nutzbarkeit umfassend der Öffentlichkeit zu kommunizieren.</p>
<p>Dem Anspruch auf Anerkennung und Unterstützung <strong>spezifischer kultureller und sprachlicher Identitäte</strong>n ist weitestgehend Rechnung zu tragen. Dabei soll besonders das Prinzip einer leicht verständlichen Sprache Berücksichtigung finden und zielgruppenorientiert dem Bedarf nach Mehrsprachigkeit entsprochen werden.</p>
<p>Neben dem Abbau von Barrieren in baulicher, verkehrstechnischer und kommunikativer Hinsicht ist eine <strong>gleichberechtigte Teilhabe am kulturellen Leben</strong> auch dahingehend zu gewährleisten, dass so oft wie möglich eine Beteiligung von allen an Kunst- und Kulturformaten sichergestellt werden kann. Schlüsselfunktionen nehmen dabei eine zugangssensible Kunst- und Kulturvermittlung, Kunst und Kultur im öffentlichen Raum sowie Selbstermächtigung und Empowerment ein [siehe Kapitel „Kunst und Kultur vermitteln“ und „Kunst und Kultur öffentlich machen“].</p>
<p>Weiterhin unterstützt die Stadt Linz Maßnahmen und Projekte, die Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen die Möglichkeit geben, ihr kreatives, künstlerisches und intellektuelles Potenzial zu entfalten und zu nutzen – nicht nur <acronym title="folgende">f</acronym>ür sich selbst, sondern auch im Sinne der gesellschaftlichen Vielfalt. In Hinkunft sollen durch gezielte Aktivitäten ein stärkeres Bewusstsein <acronym title="folgende">f</acronym>ür <strong>Kunst und Kultur von und <acronym title="folgende">f</acronym>ür Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen</strong> sowie eine Sensibilisierung <acronym title="folgende">f</acronym>ür das Thema der sozialen Inklusion* gefördert werden. Insbesondere verfolgt die Stadt Linz dieses Ziel durch interdisziplinäre* Kooperationen von Einrichtungen und Initiativen an der Schnittstelle von Kunst und Sozialem sowie durch eine verstärkte Berücksichtigung von barrierefreien Angeboten und Projekten im Regelbetrieb der Kulturinstitutionen im Sinne einer „Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle“.</p>
<p><span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Die, umgesetzt von der Stadt Linz, im Aufbau befindliche Linzer Servicelandkarte übernimmt die Zusammenführung von relevanten Informationen zum barrierefreien Stadtleben, insbesondere zum Bildungs- sowie zum Kunst- und Kulturbereich.</li>
<li>Städtische Sozial-, Bildungs- und Kultureinrichtungen beteiligen sich an Maßnahmen wie dem „Aktivpass“ und dem Kulturpass „Hunger auf Kunst und Kultur“, intensivieren die dahingehende Öffentlichkeitsarbeit und bemühen sich um einen Ausbau von Maßnahmen zur Gewährleistung der sozialen Barrierefreiheit im Sinne einer Beteiligung aller in Linz lebenden Menschen.</li>
<li>Der Tourismusverband Linz entwickelt neue Werbeprodukte und Informationskampagnen, die <acronym title="folgende">f</acronym>ür Gäste die barrierefreien und sozial niederschwelligen Kunst- und Kulturangebote in Linz darstellen und bewerben.</li>
<li>Für Genehmigungsverfahren von kulturellen Großveranstaltungen im öffentlichen Raum erstellt Linz Kultur unter Beiziehung von ExpertInnen eine Checkliste zum Thema Barrierefreiheit. Diese Checkliste soll im Genehmigungsverfahren des Bezirksverwaltungsamtes entsprechend berücksichtigt werden.</li>
<li>Kultureinrichtungen und Veranstaltungsstätten in Linz informieren auf ihren Webseiten in Form einer Checkliste über den aktuellen Stand in der Umsetzung der sozialen Niederschwelligkeit und der barrierefreien Nutzbarkeit, Erreichbarkeit und Zugänglichkeit ihrer Gebäude und Programme.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur verpflichten sich zum Einsatz einer leicht verständlichen Sprache, insbesondere in der Öffentlichkeits-, Vermittlungs- und Marketingarbeit.</li>
<li>Linzer Kultureinrichtungen entwickeln gemeinsam mit Kunst- und KulturvermittlerInnen und ExpertInnen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Barrierefreiheit sowie mit Behindertenverbänden Kunst- und Kulturvermittlungsformate sowie geeignete Formen der Öffentlichkeitsarbeit. Dabei sollen auch Vorschläge <acronym title="folgende">f</acronym>ür den zielgruppenorientierten Einsatz von Gebärdensprache und akustischen Medien erarbeitet werden.</li>
<li>Die Kultureinrichtungen der Stadt und Linz Kultur koordinieren Aktivitäten, um eine Mitarbeit von Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen im Kulturbetrieb zu ermöglichen sowie deren künstlerische und kulturelle Tätigkeit stärker sichtbar zu machen.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>2. Interkulturalität leben</title>
		<link>http://kep.public1.linz.at/2-interkulturalitat-leben/</link>
		<comments>http://kep.public1.linz.at/2-interkulturalitat-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:49:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zukunft der Kultur in Linz liegt in ihrer Vielfalt. Die Prosperität des kulturellen Lebens einer Stadt wird aus unterschiedlichsten Quellen gespeist: den einzelnen künstlerischen Disziplinen und ihrer Vernetzung, den zahlreichen Institutionen und Vereinen oder den unterschiedlichen sozialen Gruppen, welche &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/2-interkulturalitat-leben/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zukunft der Kultur in Linz liegt in ihrer Vielfalt. Die Prosperität des kulturellen Lebens einer Stadt wird aus unterschiedlichsten Quellen gespeist: den einzelnen künstlerischen Disziplinen und ihrer Vernetzung, den zahlreichen Institutionen und Vereinen oder den unterschiedlichen sozialen Gruppen, welche die Menschen dieser Stadt repräsentieren. Eine dieser Bevölkerungsgruppen sind die in den letzten Jahrzehnten zugewanderten Menschen mit oder ohne österreichische Staatsbürgerschaft. Ein wichtiges Ziel muss es daher sein, diese Gruppen stärker in das kulturelle Bewusstsein der Stadt zu holen und sie als selbstverständlichen Teil der Vielfalt zu verstehen.</p>
<p>Mit dem Konzept der Interkulturalität* verfolgt die Stadt Linz im Kulturbereich einen Ansatz, der einer urbanen Lebensrealität gerecht wird und die Bevölkerung mit Migrationshintergrund nicht einseitig nur unter dem Aspekt der Integration* begreift. <strong>Interkulturalität* meint eine „Kultur des Dazwischen“</strong> und richtet sich folgerichtig an alle Menschen einer Stadt. Sie versteht ethnische und religiöse <strong>Vielfalt als Normalzustand unserer Gesellschaft</strong> und hat das Potenzial, in der „Zwischen-Kultur“ neue Formen der Kunst und Kultur und des Miteinanderumgehens zuzulassen. Anders- und Fremdsein werden dabei nicht als Bedrohung, sondern als Chance und Bereicherung verstanden. Das interkulturelle* Programm setzt sich zum Ziel, die Vielfalt einer Stadt als Selbstverständlichkeit wahrzunehmen und zu leben. Sie grenzt nicht aus, sondern anerkennt die Diversität und Heterogenität einer Stadtbevölkerung.</p>
<p>Davon ausgehend ist ihr Anspruch, eine Politik <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle zu entwickeln, welche die unterschiedlichen Anliegen und Ansprüche der gesamten Linzer Bevölkerung reflektiert und <acronym title="folgende">f</acronym>ördert. Dabei stehen die <strong>Bedürfnisse und Lebensrealitäten von Individuen, Generationen und sozialen Gruppen</strong> im Vordergrund. In Summe wird ein konsequent verfolgter interkultureller* Ansatz wesentlich zur <strong>Stärkung der kulturellen Vielfalt von Linz</strong> beitragen und deren öffentliche Wahrnehmung verbessern. Damit verbunden sind die verstärkte respektvolle Wahrnehmung anderer Kulturen, die Vermehrung des Wissens über das vermeintlich Andere und Fremde sowie die Förderung eines nicht diskriminierenden Verhaltens in einer urbanen Gesellschaft. Dadurch werden auch die Auseinandersetzung, der Dialog und die Kooperation unterschiedlicher Kulturen einer Stadtgesellschaft wesentlich bestärkt.</p>
<p>Interkulturalität* ist als Teilaspekt der Gesellschaftspolitik zu verstehen. Verabschiedet wird damit gleichzeitig die Vorstellung von der Existenz einer homogenen Mehrheitsbevölkerung, eine Vorstellung, die längst nicht mehr den Realitäten einer individualisierten Gesellschaft entspricht. Davon profitieren nicht nur die Zugewanderten, sondern die gesamte Bevölkerung von Linz.</p>
<p>Um diesen Zielen im Kunst- und Kulturbereich gerecht werden zu können, sind die interkulturelle* Öffnung der Kulturinstitutionen und die Förderung der Selbstorganisation von MigrantInnen wesentliche Voraussetzungen. Damit gesellschaftliche Teilhabe <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle möglich wird, ist es notwendig, die <strong>Gesamtstruktur von Institutionen</strong> im Hinblick auf Interkulturalität* zu überarbeiten. Dies erfordert nicht nur Änderungen in der Programmierung der einzelnen Kulturhäuser, sondern auch einen schrittweisen Umbau der Personal- und Organisationsstruktur. Um das Ziel einer gesellschaftlichen Teilhabe aller zu erreichen, gilt das übergeordnete Prinzip der Barrierefreiheit sowie der Genderparität*, das auf allen Ebenen – von der Durchlässigkeit im Personal- und Organisationsmanagement bis zur Programmplanung – wirksam werden muss<br />
[siehe Kapitel „Kunst und Kultur barrierefrei machen“ und „Gendergerechtigkeit erreichen“]. Erst dadurch ist gesichert, dass die unterschiedlichen Sichtweisen und Lebenspraxen in den Normalbetrieb einer Institution Eingang finden und nach außen sichtbar werden.</p>
<p>Weiters ist – analog zum Gender-Mainstreaming* – ein Prozess in Gang zu setzen, der <strong>Mainstreaming* im Sinne der Interkulturalität</strong>* auf allen Ebenen der Kulturverwaltung installiert. Dies gilt sowohl <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Besetzung von Gremien und Jurys im Kulturbereich als auch <acronym title="folgende">f</acronym>ür interkulturelle* Inhalte in den verschiedenen Kultureinrichtungen. Projekte mit Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Kulturleben der Herkunftsländer von zugewanderten Menschen oder mehrsprachige Initiativen sollen dabei sukzessive als gegebener Bestandteil der Kultur einer Stadt verstanden werden.</p>
<p>Einen wesentlichen Schritt in diese Richtung stellen <strong>Dialogpartnerschaften und Kooperationen</strong> dar, die zunächst über eine Neuausrichtung des Förderpreises „Stadt der Kulturen“ initiiert werden. Ziel ist die Annäherung zwischen städtischen Kulturinstitutionen und interkulturellen* Vereinen, Initiativen oder Einrichtungen. Dabei sollen langfristige und gleichberechtigte Partnerschaften entstehen, die mit hoher Professionalität einen Know-how-Transfer rund um interkulturelle* Kunst- und Kulturangebote zwischen den KooperationspartnerInnen garantieren.</p>
<p>Als Ergänzung dazu müssen auch die <strong>Linzer Stadtteile</strong> verstärkt im Sinne der Interkulturalität* in den Fokus rücken, sei es durch einen interkulturellen* Ansatz in den geplanten Stadtteilzentren, durch entsprechende Angebote und Projekte der Pflichtschulen, der Musikschulen, der Volkshochschule und Stadtbibliothek oder durch eine bedarfsgerechtere Bespielung der Linzer Volkshäuser.</p>
<p>Alles in allem sind mit der Zielsetzung Interkulturalität* <strong>mittel- und langfristige Herausforderungen</strong> verbunden, die bei allen Beteiligten viel Engagement <acronym title="folgende">f</acronym>ür kontinuierliche Weiterentwicklungen voraussetzen. Am Ende des Prozesses sollen nicht nur eine gerechtere Stadt, sondern mehr Lebensqualität, mehr Chancengleichheit und mehr Respekt vor den individuellen Lebensentwürfen aller Menschen stehen.<br />
 </p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Die Personalplanung der städtischen Kultureinrichtungen und von Linz Kultur erfolgt bei Nach- und Neubesetzungen im Sinne des interkulturellen* Personalmanagements der Stadt und unter Einhaltung des Oö. Objektivierungsgesetzes.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur nominieren genderparitätisch* auch ExpertInnen mit Migrationshintergrund bei der Besetzung von Beiräten, Kommissionen, Jurys und anderen Beratungs- und Entscheidungsgremien.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur zeigen verstärkt zeitgenössische Kunst aus den Herkunftsländern der nach Linz zugewanderten Bevölkerung. Beispielhaft setzt das Linzfest auf neue Formen der Weltmusik, die traditionelle Rhythmen und Volksmusik mit internationalen populärmusikalischen Trends kombinieren. Das Festival 4020. mehr als Musik präsentiert alte und neue Musik aus in musikalischer Hinsicht bislang wenig bekannten Weltregionen.</li>
<li>Kultureinrichtungen und Kulturformate setzen sowohl <acronym title="folgende">f</acronym>ür Linz-BesucherInnen als auch <acronym title="folgende">f</acronym>ür Zugewanderte zielorientiert Mehrsprachigkeit in der Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit oder bei ausgewählten Veranstaltungen ein.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen und Linz Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ördern Dialogpartnerschaften und Kooperationen zwischen Kulturinstitutionen und Vereinen, Einrichtungen, Kollektiven und Initiativen sowie Kunstschaffenden zu interkulturellen* Themen, die auf Diversität Bezug nehmen. Dabei agieren alle PartnerInnen gleichberechtigt.</li>
<li>Linz Kultur entwickelt „Stadt der Kulturen“ zu einem Förderpreis <acronym title="folgende">f</acronym>ür interkulturelle* Dialogpartnerschaften und Kooperationen und zur Anerkennung interkultureller* Projekte in pädagogischen Einrichtungen weiter.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen – insbesondere die Zweigstellen der Stadtbibliothek, Volkshochschule und Musikschule –, Linz Kultur und Kulturinitiativen <acronym title="folgende">f</acronym>ördern mit Projekten eine aktive Nutzung des öffentlichen Raums, um die kulturelle Vielfalt widerzuspiegeln und Bewusstsein <acronym title="folgende">f</acronym>ür interkulturelles* Leben zu schaffen. Diese Anstrengungen geschehen in Kooperation mit den neu entstehenden Stadtteilzentren und bereits vorhandenen Begegnungsstätten wie Stadtcafés, Volkshäusern etc.</li>
<li>Der Wissensturm verstärkt seine Beratung zur Nostrifizierung* von ausländischen Berufsund Bildungsabschlüssen und unterstützt Menschen mit informell erworbenem Wissen durch geeignete Anerkennungsverfahren.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>3. Gendergerechtigkeit erreichen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt Linz bekennt sich zur Gleichstellung der Geschlechter und – auf der Basis der Richtlinien und Verträge* zur Gleichstellungspolitik der Europäischen Union – zur Abschaffung frauenspezifischer Diskriminierung. Daraus entsteht eine Verpflichtung zur Umsetzung der formulierten Ziele auch im Bereich &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/3-gendergerechtigkeit-erreichen/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt Linz bekennt sich zur <strong>Gleichstellung der Geschlechter</strong> und – auf der Basis der Richtlinien und Verträge* zur Gleichstellungspolitik der Europäischen Union – zur Abschaffung frauenspezifischer Diskriminierung. Daraus entsteht eine Verpflichtung zur Umsetzung der formulierten Ziele auch im Bereich der kulturpolitischen Konzepte und Maßnahmen. Das Hauptaugenmerk liegt einerseits auf dem Abbau von systemimmanenten Barrieren und auf einer Neudefinition vorhandener Strukturen im Kulturbetrieb im Sinne der Gleichstellung und andererseits auf der Unterstützung von kunst- und kulturschaffenden Frauen. Da auch Kunst und Kultur nicht frei von traditionellen Geschlechterrollen und Stereotypen sind, ist eine umfassende Gendersensibilität*, von der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen über die Kunstpädagogik bis zur Kunst- und Kulturvermittlung, relevant.</p>
<p>Ziele und Maßnahmen im Sinne der <strong>Gendergerechtigkeit</strong>* knüpfen an die Vorgaben des im Jahr 2000 beschlossenen Kulturentwicklungsplans an, bilden auch weiterhin einen zentralen Schwerpunkt und erfahren eine Weiterentwicklung und einen Ausbau. Dazu zählen die geschlechterparitätische Besetzung aller Beiräte, Jurys, Kuratorien, Hearing-Kommissionen und msonstigen Gremien im Kulturbereich, die Förderung eines frauenpolitischen Diskurses und die Auszeichnung von kunst- und kulturschaffenden Frauen sowie die jährlich von Linz Kultur zu erstellende Gender-Budget-Analyse*. Dieser „Für eine Symmetrie der Geschlechter“ genannte Bericht hat mit einer geschlechtsspezifischen Darstellung unter anderem von Kunstankäufen, Förder- und Preisvergaben sowie Kulturprogrammen bereits viel zur Transparenz in Bezug auf die Verteilung von finanziellen Mitteln unter den Geschlechtern beigetragen.</p>
<p>Ausgehend von diesem Berichtsmodell der Linz Kultur soll zukünftig die Darstellung des Mitteleinsatzes in Bezug auf die Geschlechter auf alle Kultureinrichtungen der Stadt Linz ausgedehnt werden. Als weiterer Schritt ist die Gestaltung von Budgets ein wichtiges Steuerungsinstrument und Ausdruck einer gleichstellungspolitischen Maßnahme. Daher nimmt die vom Linzer Gemeinderat 2007 beschlossene Umsetzung von Gender-Budgeting* auch im Kulturbereich eine zentrale Rolle ein. Das Ziel einer gendergerechten <strong>Parität bei der Vergabe von Förderungen, Preisen, Stipendien und Projektaufträgen</strong> sowie bei der <strong>Programmierung von Kulturformaten</strong> ist besonders dort, wo sie noch nicht erreicht ist, aktiv zu <acronym title="folgende">f</acronym>ördern. Zentrale Grundlagen <acronym title="folgende">f</acronym>ür diese Zielerreichung sind eine breite Bewusstseinsarbeit und die Verstärkung der Selbstreflexion aller im Linzer Kunstund Kulturbereich Schaffenden und Verantwortlichen. Dies erfolgt einerseits über die Erhebung von entsprechendem Datenmaterial und über die Darstellung des geschlechtsbezogenen Anteils von Beteiligten und Nutzenden von Kunst- und Kulturformaten. Andererseits ist Geschlechtersensibilität eine Qualifikation im kulturellen Arbeitsfeld, die erworben werden muss. Daher ist bei Verantwortlichen in der Kulturverwaltung und bei städtischen Kultureinrichtungen <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine Erhöhung der <strong>Kompetenz und Bewusstseinsbildung im Bereich des Gender-Mainstreamings</strong>* zu sorgen. Außerdem sind Weiterbildungsprogramme an Gleichstellungszielen auszurichten.</p>
<p>Ein weiteres Ziel ist die Erreichung einer <strong>Symmetrie der Geschlechter im Personalbereich</strong>, insbesondere bei Führungspositionen. Bei allen Ausschreibungen muss das Prinzip, dass Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden, nach wie vor Gültigkeit haben. Vom Gemeinderat <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. von Aufsichtsräten beschlossene Grundlagen sind die Frauenförder- und Gleichstellungsprogramme des Magistrats der Stadt Linz <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. der Unternehmungen der Stadt Linz. Darin sind Maßnahmen festzulegen, mit denen Unterrepräsentationen sowie bestehende Benachteiligungen von Frauen <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. von Männern beseitigt werden können.</p>
<p>Gezielte <strong>Öffentlichkeitsarbeit zu frauenspezifischen und -politischen Anliegen</strong> wie die Förderung genderspezifischer Sprache in den Medien ist weiter zu forcieren, da gerade die Auseinandersetzung mit den aktuellen Diskursen das Verständnis <acronym title="folgende">f</acronym>ür gesellschaftliche Entwicklungen verbessert und deutlichere Zugänge zu diesen Themenfeldern schafft. Im Sinne eines „Gedächtnisses“ <acronym title="folgende">f</acronym>ür die kulturellen und künstlerischen Leistungen von Frauen werden <acronym title="folgende">f</acronym>ür Linz relevante Informationen und Dokumente schrittweise zusammengeführt, vernetzt und als Serviceangebot der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.</p>
<p>Die Produktions- und Rezeptionsbedingungen sollen durch spezielle Fördermaßnahmen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Frauen verbessert werden. Ein wichtiger Schritt <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Wahrnehmung von Frauen in der Öffentlichkeit ist die Schaffung von Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten. Daher müssen die positiven Entwicklungen zur stärkeren Sichtbarmachung von bildenden Künstlerinnen und Literatinnen ausgebaut werden. Im letzten Jahrzehnt konnten dahingehend insbesondere im Förderbereich, in den Museen der Stadt Linz und im Atelierhaus Salzamt große Fortschritte erzielt werden. Dabei nehmen das Kunstschaffen und die Kulturarbeit zu feministischen Positionen eine wichtige Rolle ein. Vonseiten städtischer Kultureinrichtungen werden weiterhin gezielte Aktionen gesetzt, die der <strong>Unterrepräsentanz von Frauen in speziellen künstlerischen Sparten</strong> (wie in den Bereichen Populärmusik, Komposition, Architektur etc.) entgegenwirken.</p>
<p>Das Frauenbüro der Stadt Linz und Linzer Fraueninitiativen sind weiterhin wichtige Partnerinnen bei Netzwerkaktivitäten und Maßnahmen im Sinne von „Gendergerechtigkeit erreichen“ im Kulturbereich.<br />
<span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Alle Kulturunternehmungen und -einrichtungen der Stadt sind verpflichtet, ab 2013 einen jährlichen Bericht „Für eine Symmetrie der Geschlechter“ zu erstellen. Darüber hinaus erfolgt eine Ausweitung der Darstellung auf den gesamten Förderbereich von Linz Kultur.</li>
<li>Alljährlich findet eine Berichterstattung über alle Symmetrieberichte im gemeinderätlichen Kulturausschuss <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. im Frauenausschuss statt. Diese Berichte werden dem Gemeinderat <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. den zuständigen Aufsichtsräten zur Kenntnisnahme vorgelegt und anschließend veröffentlicht.</li>
<li>Alle Kultureinrichtungen der Stadt Linz, Linz Kultur und die freie Kunst- und Kulturszene sind zu einer gendergerechten Vergabe von künstlerischen Auftragswerken angehalten.</li>
<li>Linz Kultur, die städtischen Kultureinrichtungen und die freie Kunst- und Kulturszene sind zu einer geschlechtersymmetrischen Ausrichtung aller Kulturprogramme, Veranstaltungen und Festivals angehalten und initiieren Formate, die das Kunst- und Kulturschaffen von Frauen öffentlich machen.</li>
<li>Linz Kultur erhebt im Zuge von Förderanträgen der Kunst- und Kulturinitiativen entsprechende Daten, die <acronym title="folgende">f</acronym>ür Gender-Budgeting* relevant sind. Dabei wird unter anderem eine nach Geschlecht aufgeschlüsselte Darstellung des Anteils von Beteiligten eingefordert.</li>
<li>Die Kulturdirektion initiiert gemeinsam mit der städtischen Personalabteilung ein Weiterbildungsangebot <acronym title="folgende">f</acronym>ür Führungskräfte und MitarbeiterInnen der städtischen Kultureinrichtungen und der Linz Kultur zur Erhöhung der Kompetenz im Bereich des Gender-Mainstreamings* und Gender-Budgetings*.</li>
<li>Linz Kultur kommuniziert über Antragsformulare an <acronym title="folgende">f</acronym>örderwerbende Personen und Vereine den Wunsch nach genderspezifischer Sprache in den Unterlagen und Dokumentationen.</li>
<li>Linz Kultur erweitert die Rubrik „Für eine Symmetrie der Geschlechter“ auf <a href="http://www.linzkultur.at">www.linzkultur.at</a> um allgemeine Informationen, Dokumente und Services zum Thema „Frauen in Kunst und Kultur“ und stellt eine Vernetzung mit den in diesem Bereich agierenden Organisationen und Initiativen her. Dadurch entsteht mittelfristig ein vernetztes Online-Archiv, das die künstlerischen und kulturellen Leistungen von Frauen mit Linz-Bezug sichtbar macht.</li>
<li>Die Linzer Musikschule entwickelt ein Programm zur Förderung von Mädchen und Buben, um einen geschlechterunabhängigen Zugang zu jenen Instrumenten zu forcieren, die überwiegend von Mädchen <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. von Buben erlernt werden. Dies gilt insbesondere <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Populärmusik.</li>
<li>Das Frauenbüro Linz wertet den Marianne.von.Willemer-Preis auf, unter anderem mit der Erweiterung um die neue Sparte „Zeitgenössische Musik“.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>4. Freie Kunst- und Kulturszene fördern</title>
		<link>http://kep.public1.linz.at/4-freie-kunst-und-kulturszene-fordern/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:48:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Förderung der freien Kunst- und Kulturszene als wesentlicher Faktor der kulturellen Entwicklung in Linz wurde als einer der Schwerpunkte im ersten Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz festgeschrieben. Auch in Zukunft gehört sie zur Kernaufgabe der Linzer Kulturpolitik und hat zum &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/4-freie-kunst-und-kulturszene-fordern/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Förderung der freien Kunst- und Kulturszene als wesentlicher Faktor der kulturellen Entwicklung in Linz wurde als einer der Schwerpunkte im ersten Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz festgeschrieben. Auch in Zukunft gehört sie zur Kernaufgabe der Linzer Kulturpolitik und hat zum Ziel, einerseits die Unterstützung der Kunstproduktion und Kulturarbeit sowie die Entwicklung kreativer Potenziale bestmöglich zu gewährleisten, andererseits im Sinne des aktuellen Kulturentwicklungsplans der Stadt Linz qualitäts- und bedarfsorientiert gemäß den Schwerpunktsetzungen zu agieren.</p>
<p>Im Bereich der Kunst- und Kulturförderung waren die Aktivierung und Ausweitung von innovationsfördernden Strukturen und die Unterstützung der Vielfalt und Qualität im künstlerischen Schaffen die Ziele der Förderpolitik. Mit der Einrichtung von Sonderförderprogrammen (Stadt der Kulturen ab 2000, LINZimPULS ab 2001, LinzEXPOrt ab 2004, LinzKultur/4 ab 2006, LinzIMpORT ab 2009) werden nun jährlich Fördermittel <acronym title="folgende">f</acronym>ür ausgewählte Kunst- und Kulturprojekte bereitgestellt. Mit der Einführung von mehrjährigen Förderverträgen ging eine stärkere Planungssicherheit <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kulturvereine einher. Die Unterstützung bei der Errichtung von kultureller Infrastruktur konnte schwerpunktmäßig über Investitionsförderungen umgesetzt werden.</p>
<p>Mit verschiedenen Kultureinrichtungen und -initiativen sowie zahlreichen EinzelkünstlerInnen und Kollektiven hat sich Linz als dynamischer und innovativer Standort einer freien Kunstund Kulturszene in Österreich und darüber hinaus einen Namen gemacht. Heute hat sich das kulturelle Feld wesentlich ausdifferenziert und das Angebot ist vielfältiger geworden. Dadurch haben sich auch die strukturellen und finanziellen Rahmenbedingungen <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene verändert und einhergehend mit einer Prekarisierung* im Kulturbetrieb teilweise verschärft.</p>
<p>In Hinkunft gilt es, die <strong>Verteilung von finanziellen Ressourcen</strong> zur Förderung der freien Kunst- und Kulturszene innerhalb des Kulturbudgets weiter zu verbessern. Fördermittel sollen verstärkt nach leicht verständlichen und nachvollziehbaren <strong>Kriterien</strong> entsprechend den Schwerpunktsetzungen des Kulturentwicklungsplans vergeben werden, um so dem Ziel einer größtmöglichen Transparenz bei der Vergabe von Fördermitteln zu entsprechen.</p>
<p>Darüber hinaus gilt es, einerseits die <strong>Basisförderungen</strong> <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kulturvereine und -initiativen weiter auszubauen, um innovatives und qualitätsvolles Arbeiten zu gewährleisten und zur Verbesserung der sozialen Lage der KünstlerInnen und KulturarbeiterInnen beizutragen. Andererseits soll eine den Zielen des Kulturentwicklungsplans entsprechende <strong>Projektförderung</strong> Freiraum <acronym title="folgende">f</acronym>ür künstlerisches Arbeiten schaffen und die Auseinandersetzung mit spezifischen Themenstellungen ermöglichen.</p>
<p>Die freie Kunst- und Kulturszene ist kreatives Potenzial und kritisches Korrektiv in der Stadt und zugleich eine der <acronym title="Seite">S</acronym>äulen zukunftsorientierter Kultur- und Stadtentwicklung. Impulsgebende Experimente sowie die Bearbeitung aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen sind jene Bereiche im kulturellen Aufgabenfeld in Linz, die auch durch die freie Kunst- und Kulturszene wahrgenommen werden. Die <strong>Förderung von noch nicht etablierten Kunst- und Kulturschaffenden</strong> und die Bereitstellung von infrastruktureller sowie finanzieller Unterstützung <acronym title="folgende">f</acronym>ür einen Einstieg ins Kreativschaffen sollen im Bewusstsein einer Zukunftsinvestition erfolgen. Insbesondere sollen die StudentInnen und AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz sowie der Anton Bruckner Privatuniversität als Kreativpotenzial der Stadt Linz verstärkt in den Fokus rücken.</p>
<p>Die Sicherung und Bereitstellung von <strong>Raumressourcen</strong> <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene soll entsprechend dem Bedarf an Produktions-, Lager-, Atelier-, Probe- und Auftrittsräumen und im Sinne einer zusätzlichen Fördermaßnahme erfolgen. Dies kann durch Leerstandsnutzungen, die Bereitstellung von leistbarem Raum, eine stärkere Öffnung von städtischer Infrastruktur (Schulen, Volkshäuser etc.) und in Kooperation mit der Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH sowie der Creative Region Linz &amp; Upper Austria GmbH umgesetzt werden. Hierbei geht es auch um die Entstehung von Orten, die interdisziplinäres* Arbeiten und eine stärkere Vernetzung der Szene ermöglichen [siehe Kapitel „Räume nutzen und schaffen“].</p>
<p><strong>Kooperationen</strong> können zur finanziellen Entlastung der freien Kunst- und Kulturszene beitragen. Daher sollen die Einrichtungen der Stadt Linz gezielt mit der freien Kunst- und Kulturszene zusammenarbeiten, was unter fairen finanziellen und sozialen Rahmenbedingungen in Form von Auftragsverhältnissen oder Projektpartnerschaften erfolgen muss. Kontinuität in der Zusammenarbeit mit der lokalen Kunst- und Kulturszene soll durch eine Verankerung von Zuständig keiten <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kooperationsprojekte in allen städtischen Kultureinrichtungen gewährleistet werden. Nicht nur eine Beratung und Service bietende Unterstützung, sondern auch die aktive Einbindung in das kulturelle Bewusstsein der Stadt sollen dabei weiter forciert werden.</p>
<p>Kunst und Kultur im öffentlichen Raum tragen wesentlich zur Steigerung des gesellschaftlichen Stellenwerts sowie der öffentlichen und medialen Wahrnehmung von Kunst- und Kulturschaffenden bei und <acronym title="folgende">f</acronym>ördern das Image einer Kulturstadt. Dazu muss mehr <strong>Öffentlichkeit</strong> <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene geschaffen werden. Die freie Kunst- und Kulturszene sowie ihre Angebote sollen daher in den Medien der Stadt Linz stärker repräsentiert und kommuniziert werden. In den öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medien Oberösterreichs soll eine entsprechende Sensibilisierung <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Anliegen der freien Kunst- und Kulturszene erreicht werden.<br />
<span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Die Stadt Linz erhöht schrittweise das Budget von Linz Kultur zur Förderung der freien Kunst- und Kulturszene gemäß den im Kulturentwicklungsplan genannten Schwerpunktsetzungen.</li>
<li>Linz Kultur erstellt in Abstimmung mit der freien Kunst- und Kulturszene und den Schwerpunktsetzungen des Kulturentwicklungsplans entsprechend einen leicht verständlichen Kriterienkatalog zur Bewertung der Qualität von Projekt- und Fördereinreichungen.</li>
<li>Linz Kultur verpflichtet sich zur Bearbeitung von Förderansuchen über die Vergabe von Fördermitteln nach Einlangen der vollständigen Unterlagen innerhalb einer Frist von 3 Monaten, um ein kontinuierliches Arbeiten und die zeitplangemäße Umsetzung von Projekten der freien Kunst- und Kulturschaffenden zu gewährleisten.</li>
<li>Linz Kultur schafft die Altersgrenzen bei bisher altersgebundenen Förderungen wie dem Kunstförderstipendium der Stadt Linz ab.</li>
<li>Linz Kultur installiert ein Fördermodell <acronym title="folgende">f</acronym>ür noch nicht etablierte Kunst- und Kulturschaffende mit Linz-Bezug und verfolgt den Ausbau der Förderschiene von Arbeitsstipendien <acronym title="folgende">f</acronym>ür EinzelkünstlerInnen.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur nominieren Kontaktpersonen innerhalb ihrer Teams <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene, die als KommunikatorInnen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kooperationen nach innen und außen fungieren. Eine frühzeitige Bekanntgabe von Festivalthemen oder inhaltlichen Jahresschwerpunkten erhöht die Kooperationsmöglichkeiten <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene.</li>
<li>Die Stadt Linz erhöht die Präsenz des freien Kunst- und Kulturschaffens in Print- und<br />
Onlinemedien der Stadt Linz und unterstützt bei der Bereitstellung und Optimierung von kostenlosen Werbeflächen im öffentlichen Raum und in städtischen  Kultureinrichtungen, unter anderem in Form von Plakatflächen, Aushangtafeln und Litfasssäulen, um Kulturvereinen sowie Kunst- und Kulturschaffenden bessere Bewerbungsmöglichkeiten <acronym title="folgende">f</acronym>ür ihre Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen zu bieten.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>5. Interdisziplinär arbeiten</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:47:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Zur Jahrtausendwende entwickelte sich – bedingt durch gesellschaftliche und technologische Neuerungen – eine Dynamik, die Genregrenzen aufbrach und hybride* Kunst- und Kulturformen ermöglichte. Von diesem Prozess, der auch das traditionelle Bild von KünstlerInnen als autonom agierende Subjekte infrage stellte, waren &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/5-interdisziplinar-arbeiten/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Jahrtausendwende entwickelte sich – bedingt durch gesellschaftliche und technologische Neuerungen – eine <strong>Dynamik, die Genregrenzen aufbrach</strong> und hybride* Kunst- und Kulturformen ermöglichte. Von diesem Prozess, der auch das traditionelle Bild von KünstlerInnen als autonom agierende Subjekte infrage stellte, waren alle künstlerischen Sparten betroffen. Selbst die in den 1980er- und 1990er-Jahren als neue Kategorie etablierte Medienkunst* ist als eigenes Genre mittlerweile nicht mehr fassbar. KünstlerInnen aller Disziplinen integrieren digitale Medien in den eigenen Produktionsprozess. Gleichzeitig erobern kulturelle Initiativen und Vereine das Feld der Bildung und des Sozialen, ermöglichen Eingriffe in beinahe alle Bereiche des gesellschaftlichen Umfeldes und verstehen sich als Teil der Gesamtgesellschaft.</p>
<p>Diesem Befund folgt auch der <strong>Wandel des Selbstverständnisses von Kunst- und Kulturschaffenden</strong>, der ein Überschreiten der eigenen Genregrenzen sowie eine Auseinandersetzung und ein Kollaborieren mit Wissenschaftsdisziplinen und sozialen Themenfeldern mit sich bringt. Daraus ergibt sich auch eine neue Art des Produzierens, sei es, dass verstärkt inter- und transdisziplinär* gearbeitet wird oder dass KünstlerInnen vermehrt in oft temporären und projektbezogenen Kollektiven gemeinsam agieren und auf diese Weise Neues und Innovatives zustande kommt. Prozesshaftes Produzieren, Intermedialität*, Kollaborationen und Hybridität* sind selbstverständlicher Teil des Kunst- und Kulturbetriebs geworden. So gesehen stehen Kunst und Kultur an der Spitze einer gesamtgesellschaftlichen Entwicklung, die auch in Wirtschaft, Bildung oder Forschung ihren Niederschlag gefunden hat, wo ebenfalls Teamwork, Vernetzung, Kooperation, prozessorientiertes Handeln und Denken sowie Interaktion entscheidend <acronym title="folgende">f</acronym>ür den Erfolg sind [siehe Kapitel „Vernetzung und Kooperation stärken“].</p>
<p>In Linz gestalten die Ars Electronica, die Kunstuniversität Linz, das Lentos Kunstmuseum Linz, das Nordico Stadtmuseum, das OK Offenes Kulturhaus OÖ und die Landesgalerie Linz diese Entwicklung an vorderster Front mit. Die freie Kunst- und Kulturszene in all ihren Ausprägungen hat gerade am Standort Linz diesen Transformationsprozess* wesentlich mit beeinflusst und in Gang gesetzt. <strong>Inter- und transdisziplinäre* Kunstformen</strong> sind heute etabliert und werden von unterschiedlichen Szenen und Initiativen weiterentwickelt und ausgebaut. Für Linz ergeben sich aus diesem Befund Chancen und Möglichkeiten, die wesentlich zur Beibehaltung der Dynamik und Modernität der Kulturstadt Linz im internationalen Kontext beitragen können und daher auch von der Kulturpolitik weiterverfolgt werden müssen [siehe Kapitel „Internationalisierung<br />
forcieren“].</p>
<p>Zunächst sind <strong>Interdisziplinarität* und Hybridität*</strong> als Leitmaximen in den Vordergrund zu rücken, auch wenn sich diese neuen Herangehensweisen im künstlerischen und kulturellen Handeln der einzelnen Akteure und Akteurinnen in unterschiedlichen Abstufungen wiederfinden.  Als Ziel wird daher festgeschrieben, dass sich die Stadt Linz als Beschleunigerin in diesen Bereichen international weiter etablieren soll. Dies kann auf verschiedenen Wegen erreicht werden, etwa durch eine entsprechende Programmierung von Festivals und Kulturveranstaltungen, durch Schwerpunktsetzungen im Förderbereich oder durch einen weiteren Ausbau der inter- und transdisziplinären* Ausbildung von KünstlerInnen an der Kunstuniversität Linz. Die Tabakfabrik als neuer inter- und transdisziplinär* agierender Produktionsort <acronym title="folgende">f</acronym>ür das freie Kunst- und Kulturschaffen wird hier als Transmitter* eine wesentliche Rolle spielen, wobei dieser neue Stadtraum <acronym title="folgende">f</acronym>ür Experimente auch die Chance <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine konkrete Umsetzung von gesellschaftspolitischen Zukunftsmodellen bietet [siehe Kapitel „Räume nutzen und schaffen“]. Mit dem neu errichteten Musiktheater am Volksgarten wiederum ergibt sich ein Auftrag in Richtung einer zeitgemäßen Interpretation des Gesamtkunstwerkkonzepts von Oper, Operette und Musical. Auch aufgrund ihrer erweiterten technischen Möglichkeiten kommt dieser neuen Einrichtung der OÖ. Theater und Orchester GmbH eine wesentliche Rolle in Linz zu, sei es durch die Entwicklung von neuen multimedial gestalteten Inszenierungsformen oder in der Vermittlung und Musikpädagogik.</p>
<p><strong>Medienkunst* und digitale Technologien</strong> werden im Linzer Kunst- und Kulturbereich auch in Hinkunft eine zentrale Rolle spielen, wenngleich auch unter veränderten Vorzeichen. Längst sind diese Bereiche des künstlerischen Agierens nicht mehr einigen PionierInnen und SpezialistInnen vorbehalten, sondern haben das gesamte kulturelle Feld erfasst. Medientechnologie ist allen Bereichen der Kunst und Kultur immanent. Hier gilt es, neue Entwicklungen und Tendenzen, die international und lokal entstehen, entsprechend zugänglich zu machen. Die Ars Electronica, die durch ihr jahrelanges Bestehen die Verschränkung von Wissenschaft, Forschung, Kunst und Technologie forcieren konnte, hat internationales Renommee erlangt. Mehr als jede andere Institution repräsentiert sie einen umfassenden Ansatz in der Auseinandersetzung mit technologisch-kulturellen Phänomenen. Auch in Zukunft soll die Ars Electronica Impulsgeberin <acronym title="folgende">f</acronym>ür den Standort Linz sein und dabei vermehrt lokale Potenziale und Verbindungen von Kunst mit Wissenschaft, Forschung und Technologie <acronym title="folgende">f</acronym>ördern und entsprechend international vernetzen. Einen besonderen Stellenwert nimmt hier das Ars Electronica Futurelab ein, in dem Medienkunst*, Architektur, Design, interaktive Ausstellungsmodule und Echtzeitgrafik einen Inspirationspool bilden, in dem vorhandenes Wissen verschränkt, die Brücke zur Kunst geschlagen wird und Konzepte entstehen, die uns den Umgang mit der Welt von heute und von morgen erleichtern. Nicht nur der Aspekt der Innovation im Sinne einer wirtschaftlichen Verwertbarkeit soll hier <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine kulturelle Entwicklung maßgeblich sein. Medienkultur, Kunst und Design abseits der „kreativen Wirtschaft“ müssen eine wichtige Rolle spielen, damit sich Linz weiter als medien- und technologiekompetente Stadt positionieren kann. Dabei soll eine kritische Auseinandersetzung mit Technologie, Kunst und Design besonders gefördert werden.</p>
<p>Aber auch die analogen Medien haben sich in jüngster Zeit wieder ins Spiel gebracht, sodass als neuer Begriff die <strong>Intermedialität*</strong>, die etwa im Leitbild der Kunstuniversität Linz verankert ist, dem historischen Durchbruch der digitalen, vor allem auch interaktiven Innovationen genauso Rechnung trägt wie deren Verbindung mit dem gesamten Repertoire medialer Kommunikations- und Gestaltungsformen.</p>
<p>Als weitere Schwerpunktsetzung im Bereich der Interdisziplinarität* ist am Standort Linz der <strong>Designbegriff</strong> weiterzuentwickeln. Linz verfügt mit entsprechenden Studienangeboten an der Kunstuniversität und Johannes Kepler Universität über ein hohes Maß an Ausbildungskompetenz, die in Hinkunft <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Stadt noch stärker zu nutzen sein wird. Gestaltungsaufgaben im – um die zentralen Designdisziplinen zu nennen – Mode-, Grafik-, Web- und Interfacedesign* sowie im Industrial Design oder in der ästhetischen (Stadt-)Raumgestaltung können heute meist nur interund transdisziplinär* gelöst und bewältigt werden. Im Bereich Design kommt neben den beiden genannten Universitäten insbesondere der neu geschaffenen Creative Region Linz &amp; Upper Austria GmbH eine zentrale Rolle zu. Die GmbH wird in Hinkunft als Drehscheibe in der Beratung, Vernetzung und Qualifikation der Designszene im Linzer Zentralraum fungieren. Ziel muss es sein, Linz – unter anderem am Standort Tabakfabrik – als Stadt neuer Entwicklungen im Design international stärker zu positionieren, sich gemeinsam mit dem Land Oberösterreich als Open-Design*-Region zu etablieren und die damit verbundenen Wertschöpfungsmöglichkeiten optimal zu nutzen. Davon würde nicht nur der Kultur-, sondern auch der Forschungs- und Wirtschaftsstandort Linz profitieren, insbesondere die Kreativwirtschaft als Schnittstelle zwischen künstlerischem Agieren und kreativwirtschaftlichen Unternehmen, sowie in weiterer Folge die Qualität der Stadtgestaltung und die Baukultur insgesamt [siehe Kapitel „Kunst und Kultur öffentlich machen“].</p>
<p><strong>Reflexion, Diskussion und kritische Auseinandersetzung</strong> sind wichtige Bestandteile einer künstlerischen Praxis. Viele Initiativen und Kunstprojekte sind an der Schnittstelle von Wissenschaft, Forschung und Kunst angesiedelt. Versuchsanordnungen, Laboratorien aller Art, empirisch-künstlerische Dokumentationen und Experimente nach wissenschaftlichem Vorbild wurden von KünstlerInnen als Feld des Handelns entdeckt. Dieses Agieren ermöglicht aber auch eine andere Art des kommunikativen Umgangs mit dem Publikum. Die bevorzugten Aktionsfelder <acronym title="folgende">f</acronym>ür KünstlerInnen sind dabei Wissenschaft, Soziales, Stadtgestaltung, Medien, Ökonomie und Ökologie. Dieser Entwicklung, die auch eine demokratiepolitische Dimension von Mitbestimmung und Mitgestaltung im Sinne einer neuen Zivilgesellschaft hat, soll in Hinkunft sowohl in der freien Kunst- und Kulturszene als auch bei den öffentlichen Einrichtungen noch größere Aufmerksamkeit geschenkt werden.<br />
<span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Linz Kultur verstärkt die Förderung von freien Kunst- und Kulturprojekten sowie von bestehenden Festivals, die ein interdisziplinäres* Zusammenwirken verschiedener Sparten und Kulturbereiche zum Ziel haben. Linz Kultur verstärkt die Förderung von inter- und transdisziplinären* Projekten und Formaten an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Sozialem, um die künstlerische und kulturelle Auseinandersetzung mit konkreten Lebensbedingungen zu unterstützen. Linz Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ührt eine Neukonzeption der Kunstwürdigungspreise und Kunstförderstipendien der Stadt Linz entsprechend den Schwerpunktsetzungen im Kulturentwicklungsplan durch.</li>
<li>Linz Kultur bekennt sich weiterhin zur speziellen Förderung von Creative Commons* und Projekten, die unter freien Lizenzen stehen.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen und die lokalen freien Kunst- und Kulturinitiativen initiieren Kooperationsprojekte mit Universitäten, der Industrie und mit technologie- und innovationsorientierten Unternehmen.</li>
<li>Die Creative Region Linz &amp; Upper Austria GmbH gründet mit PartnerInnen ein oberösterreichisches Communitylab in Linz, das jungen Start-ups, Interessierten und freien Initiativen den Zugang zu fundamentalen Basistechnologien <acronym title="folgende">f</acronym>ür die konkrete Umsetzung von Open- Design*-Projekten ermöglicht.</li>
<li>Die Kulturdirektion der Stadt Linz initiiert ein öffentliches Diskursformat, das in Kooperation mit Linzer Kultureinrichtungen und -initiativen regelmäßig einen Rahmen <acronym title="folgende">f</acronym>ür inhaltliche mAuseinandersetzungen und interdisziplinären* Austausch zu den Schwerpunktthemen desm Linzer Kulturentwicklungsplans schafft.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>6. Räume nutzen und schaffen</title>
		<link>http://kep.public1.linz.at/6-raume-nutzen-und-schaffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Schaffung einer zeitgemäßen kulturellen Infrastruktur mit Museen, Theatern und Veranstaltungsräumen in Linz wurde sehr stark vorangetrieben. Die Eröffnung des Musiktheaters am Volksgarten im Jahr 2013 ist dabei als weiterer Baustein einer Entwicklung zu verstehen, die in Verbindung mit dem &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/6-raume-nutzen-und-schaffen/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Schaffung einer zeitgemäßen <strong>kulturellen Infrastruktur</strong> mit Museen, Theatern und Veranstaltungsräumen in Linz wurde sehr stark vorangetrieben. Die Eröffnung des Musiktheaters am Volksgarten im Jahr 2013 ist dabei als weiterer Baustein einer Entwicklung zu verstehen, die in Verbindung mit dem Europäischen Kulturhauptstadtjahr Linz 2009 vom Lentos Kunstmuseum Linz und dem Wissensturm über den Um- und Neubau des Ars Electronica Center und den neuen <acronym title="Seite">S</acronym>üdflügel des Schlossmuseums Linz bis hin zum Atelierhaus Salzamt, der Oö. Landesbibliothek und dem OÖ Kulturquartier <acronym title="folgende">f</acronym>ührte. Als neue infrastrukturelle Vorhaben sind die Einrichtung eines <strong>Hauses der Stadtgeschichte</strong> am Standort Pfarrplatz 18 sowie der Ausbau der ehemaligen <strong>Tabakfabrik</strong> zu einem innovativen Kreativ- und Kulturstandort geplant.</p>
<p>Der Donauraum ist mit dem Bau des Lentos Kunstmuseum Linz, der Neugestaltung des Ars Electronica Center und der Adaptierung des historischen Salzamtgebäudes zum Atelierhaus im letzten Jahrzehnt wesentlich weiterentwickelt worden. Gleichzeitig erfuhr das Donauufer als qualitätsvoller Grünraum <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Freizeitgestaltung der Linzer Bevölkerung mit Maßnahmen wie dem Donaustrand und dem Jugendpoint Donaupark eine weitere Attraktivierung. Die Freiräume entlang der Donau sollen weiterhin als offene Bereiche ohne Konsumzwang erhalten und auch <acronym title="folgende">f</acronym>ür kulturelle Zwecke nutzbar bleiben. Diese positive Entwicklung hin zur Donau soll dort, wo noch Verbesserungsbedarf besteht, eine Fortsetzung finden.</p>
<p>Der <strong>öffentliche Raum</strong> in der Stadt soll gesichert und gestärkt werden. Konsumfreie Zonen, die <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle nutzbar sind, müssen erhalten bleiben. Dabei spielen künstlerische Interventionen und sonstige kulturelle Aktivitäten im öffentlichen Raum eine wichtige Rolle. Dazu gehören sowohl stadtraumbezogene Kulturformate wie Pflasterspektakel und Linzfest, Projekte verschiedener Festivals (Ars Electronica, Brucknerfest, Theaterfestival Schäxpir, Nextcomic, Crossing Europe Filmfestival etc.) als auch temporäre Aktionen von Kulturinitiativen und KünstlerInnen. Diese Aktivitäten werden so nicht nur sichtbar gemacht, sondern greifen aktiv in den Stadtraum ein, wodurch relevante Fragen zum kulturellen und ästhetischen Selbstverständnis einer Stadt aufgeworfen werden [siehe Kapitel „Kunst und Kultur öffentlich machen“].</p>
<p>Eine besondere Herausforderung <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Zukunft stellt die Entwicklung des 2009 durch die Stadt Linz angekauften Areals der ehemaligen <strong>Tabakfabrik</strong> dar. Insgesamt soll der Schwerpunkt bei der Entwicklung der Tabakfabrik auf der Schaffung eines innovativen, international ausgerichteten Produktionsortes liegen, der in unterschiedlichen Bereichen Impulse <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Stadt Linz setzt. Vorgesehen ist eine Mischnutzung, die auf vier thematischen <acronym title="Seite">S</acronym>äulen ruht: Kreativität, Bildung, Soziales und Arbeit. Der Raumbedarf der freien Kunst- und Kulturszene kann am Areal der Tabakfabrik zum Teil gedeckt werden. KünstlerInnen und Kulturinitiativen sollen im Austausch mit Unternehmen aus der Kreativwirtschaft und Einrichtungen aus Bildung und Sozialem eine produktive Symbiose bilden. Als methodische Grundlage <acronym title="folgende">f</acronym>ür den Prozess der Erschließung wird eine partizipativ und transparent angelegte Vorgangsweise empfohlen, wobei beachtet werden soll, dass auch in der Endnutzung Freiräume <acronym title="folgende">f</acronym>ür Neues offen zu halten sind. Zur Entwicklung eines lebendigen und ausstrahlungsstarken Ortes der Kreativität, Bildung, Arbeit und des Sozialen ist auch die Ansiedlung von kulturellen Leitbetrieben anzustreben. Zudem muss der Entwicklungsprozess in Form einer offenen Kommunikation über Potenziale und strategische Zielsetzungen stattfinden.</p>
<p>Mit der Tabakfabrik ergibt sich aber auch eine Entwicklungsperspektive in Richtung <strong>Linzer</strong> <strong>Osten und Hafen</strong>. Im Kontext der Stadtentwicklung können hier KünstlerInnen und Kultureinrichtungen kreative Impulse geben und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen. Kultur steht hier als Kürzel <acronym title="folgende">f</acronym>ür nicht kommerziell ausgerichtete Nutzungsszenarien, sei es in Form autonom agierender Stadtteilinitiativen oder durch die Auseinandersetzung mit dem Wert von Brachen und bisher ungenutzten Flächen.</p>
<p><strong>Leerstände</strong> <acronym title="folgende">f</acronym>ür den künstlerischen und kulturellen Bedarf sollen über die Tabakfabrik hinaus verstärkt genutzt werden, um leistbaren Raum <acronym title="folgende">f</acronym>ür die freie Kunst- und Kulturszene zur Verfügung stellen zu können. Die Nutzung von Leerständen kann wesentlich dazu beitragen, die Ansiedlung von Kreativ- und Kulturschaffenden zu begünstigen, das kulturelle Image einer Stadt zu heben und die Entwicklung und Aufwertung von Stadtteilen zu <acronym title="folgende">f</acronym>ördern. Dieses Vorhaben soll auch in Kooperation mit der neu geschaffenen Creative Region Linz &amp; Upper Austria GmbH und unter Beachtung von Infrastruktursynergien mit angrenzenden Umlandgemeinden ausgearbeitet werden. Denn durch die Positionierung von Linz als innovative, kreative, international orientierte Kultur- und Wirtschaftsstadt und den damit zu erwartenden Zuzug von (vornehmlich jungen) Kreativen und Fachkräften profitieren neben der Kultur auch die Wirtschaft, der Tourismus und die Bildung als wesentliche Fortschrittsmotoren einer Stadt.</p>
<p>Im Hinblick auf eine positive Stadtentwicklung ist auch in den einzelnen <strong>Stadtteilen</strong> auf soziale Ausgewogenheit und Chancengleichheit im kulturellen Bereich zu achten. Neben der Förderung von Stadtteilinitiativen und Vereinen in den Stadtteilen wird es wichtig sein, auch die Infrastrukturressourcen der Stadt stärker <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Stadtteile nutzbar zu machen, zum Beispiel die Zweigstellen der Stadtbibliothek und der Volkshochschule sowie die Volkshäuser und Schulen. Stadtteilprojekte, beispielsweise der Musikschule oder der Museen, können hier Impulse setzen, um das kulturelle Angebot in den städtischen Außenbezirken zu erweitern. Darüber hinaus sind auch Gasthäuser und Märkte wichtige Begegnungs- und Kommunikationszentren in den Stadtteilen und bieten kulturell nutzbare Räumlichkeiten und Auftrittsorte. Die Unterstützung von kulturellen Initiativen und Veranstaltungen in Linzer Gasthäusern, Lokalen und auf den Märkten bleibt daher ein wesentliches Ziel, um Bühnen und Präsentationsmöglichkeiten in Linz zu sichern.<br />
<span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur verfolgen eine langfristige Weiterentwicklung des Donauraumes zu einem kulturell genutzten Stadtraum, unter anderem durch eine Linzfest-Konzeption als Green Event*, durch eine Öffnung des Brucknerhauses zum Donaupark hin oder durch eine Aufwertung des Programms im Musikpavillon.</li>
<li>Die Stadt Linz, insbesondere die Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH, entwickelt die Tabakfabrik Linz zu einem internationalen Produktionsort <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kreativität, Bildung, Soziales und Arbeit, der eine Mischung aus betrieblicher und öffentlicher Nutzung vorsieht. Dabei wird auch eine Öffnung von Teilen der Tabakfabrik <acronym title="folgende">f</acronym>ür künstlerische und kulturelle Nutzungen unter niederschwelligen Rahmenbedingungen ermöglicht.</li>
<li>Die Stadt Linz unterstützt Initiativen, die in Teilbereichen des Linzer Hafens ein urbanes, kulturell ausgerichtetes Konzept verfolgen.</li>
<li>Linz Kultur entwickelt gemeinsam mit der freien Kunst- und Kulturszene ein Konzept <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine Anschubfinanzierung <acronym title="folgende">f</acronym>ür künstlerische und kulturelle Zwischennutzungen von Leerständen und informiert über Rahmenbedingungen sowie rechtliche Aspekte.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen, insbesondere die Musikschule der Stadt Linz und die Zweigstellen der Volkshochschule und Stadtbibliothek Linz, setzen stadtteilbezogene Projekte (<acronym title="zum Beispiel">z. B. </acronym>Ausstellungsformate, Lesenächte, Comicworkshops etc.) um, verstärken damit ihre Position als kulturelle Stadtteilzentren und kooperieren mit den neu eingerichteten Stadtteilbüros und Volkshäusern.</li>
<li>Linz Kultur entwickelt den Förderpreis <acronym title="folgende">f</acronym>ür innovative Stadtteilkulturarbeit (LinzKultur/4) im Sinne einer Schwerpunktsetzung auf künstlerische Stadtteilprojekte weiter und verstärkt die Evaluierung der geförderten Projekte.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>7. Kunst und Kultur vermitteln</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:46:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Kulturelle Bildung bildet die Summe aller Räume, Situationen, Formen und Strukturen, in denen eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Disziplinen angeregt wird. Neben der ästhetischen Bildung, die sowohl die kreative Entwicklung des Individuums als auch die Reflexion des Menschen über sich, seine &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/7-kunst-und-kultur-vermitteln/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kulturelle Bildung</strong> bildet die Summe aller Räume, Situationen, Formen und Strukturen, in denen eine Auseinandersetzung mit künstlerischen Disziplinen angeregt wird. Neben der ästhetischen Bildung, die sowohl die kreative Entwicklung des Individuums als auch die Reflexion des Menschen über sich, seine Umwelt und die Gesellschaft im künstlerischen und kulturellen Kontext umfasst, zählen auch soziale und politische Bildung dazu. In diesem erweiterten Verständnis ist kulturelle Bildung im Sinne von „Kultur <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle“ die essenzielle Grundlage <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine selbstbestimmte Persönlichkeitsentwicklung, <acronym title="folgende">f</acronym>ür eine aktive Teilnahme am kulturellen Leben einer Gesellschaft und <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Wahrnehmung der Vielfalt im Zusammenleben. <strong>Kunst- und Kulturvermittlung</strong> ist das ergänzende kommunikative Element, das sich über unterschiedliche Formate und Zielgruppen definiert und sich verschiedenster Mittel und Techniken bedient – von pädagogisch-didaktischen Ansätzen über interkulturelle* Angebote bis hin zu Kommunikationstechnologien und Social Media*. Kulturelle Bildung steht <acronym title="folgende">f</acronym>ür einen ganzheitlichen Lernansatz und <acronym title="folgende">f</acronym>ür lebenslanges Lernen, das alle Bevölkerungsgruppen und Generationen einschließt. Für die Wachstumsbranche Kultur- und Kreativwirtschaft übernimmt kulturelle Bildung auch die Funktion der beruflichen Verwertbarkeit von Inhalten, was eine <strong>Höherstellung der musischen und ästhetischen Bildung</strong> vor allem im berufsbildenden Schulbereich und in der Lehrlingsausbildung sowie in beruflichen Weiterbildungsprogrammen dringend notwendig macht.</p>
<p>Die Stadt Linz befürwortet daher Maßnahmen zur Stärkung der Kreativausbildung im Pflichtschulbereich, die im Rahmen einer Zusammenarbeit der Kunstuniversität und der Anton Bruckner Privatuniversität mit den Pädagogischen Hochschulen in Linz erfolgen könnte. Gleichzeitig unterstützt die Stadt Linz eine Aufwertung von Universitätsstudien und -lehrgängen mit kunstpädagogischen und kunstvermittelnden Inhalten gegenüber den rein künstlerischen Fächern in Musik, bildender, angewandter und darstellender Kunst. <strong>Interdisziplinäre* Ausbildungen</strong> sollen AbsolventInnen von Kunstuniversitäten im Sinne einer Verschränkung von künstlerisch gestaltender, vermittelnder und kulturwissenschaftlicher Praxis <acronym title="folgende">f</acronym>ür neue Berufsfelder qualifizieren, von denen Erwachsene, Jugendliche und Kinder gleichermaßen profitieren.</p>
<p>Damit einhergehend forciert die Stadt Linz Prozesse, um das Berufsbild von <strong>Kunst- und KulturvermittlerInnen</strong> weiter zu etablieren und die Rahmenbedingungen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kunst- und Kulturvermittlung in Bezug auf Ausbildung, Qualifizierung und Professionalisierung zu verbessern. Eine Plattform zur Bündelung dieser Anstrengungen soll installiert werden, um die beteiligten Einrichtungen, Initiativen und Personengruppen in Linz zum Informations- und Erfahrungsaustausch zu vernetzen. Weiters sollen dabei die Qualitätsentwicklung und -sicherung diskutiert, die Beteiligten <acronym title="folgende">f</acronym>ür Schwerpunktthemen des Kulturentwicklungsplans sensibilisiert und die Rahmenbedingungen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kunst- und Kulturvermittlung insgesamt verbessert werden. Im Kontext dieser Bemühungen sind auch die Betroffenen aus dem Bereich der Ausstellungskonzeption und -produktion einzubeziehen. Nicht zuletzt ist das Angebot der Kunst- und Kulturvermittlung auch auf die touristische Perspektive abzustimmen [siehe Kapitel „Vernetzung und Kooperation stärken“].</p>
<p>Kunst- und Kulturvermittlung ist selbstverständlicher Bestandteil jeder Einrichtung, Initiative und Vereinigung in der Linzer Kunst- und Kulturszene. Mit der Erweiterung des Vermittlungsangebots in Linz muss auch der gesellschaftlichen Diversität der Stadt Rechnung getragen werden. Bei der Konzeption und Umsetzung von besucherorientierten Vermittlungsprogrammen soll es zu einer Beteiligung von PublikumsvertreterInnen im Allgemeinen und zur Einbindung von Zielgruppen im Besonderen kommen. Generell wird eine verstärkte Kooperation von Kulturund Bildungseinrichtungen <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. -initiativen angestrebt. Gleichzeitig soll das Selbstverständnis von <strong>Kultureinrichtungen als Orte interdisziplinären* Lernens</strong> intensiviert und eine wissensproduzierende und von Institutionen unabhängige Kunst- und Kulturvermittlung gestärkt werden.</p>
<p>Mit dem <strong>Wissensturm</strong> wurde bereits ein europaweit beachtetes Beispiel barrierefreier kultureller (Erwachsenen-)Bildung in Linz geschaffen, das mit der Volkshochschule, der Stadtbibliothek, der Medienwerkstatt und dem Lernzentrum LeWis Kultur und Bildung umfassend verschränkt. In Bezug auf die Lesekompetenz als zentraler Schlüsselfaktor in der Vermittlungs- und Bildungsarbeit ist die Stadtbibliothek eine wichtige Anlaufstelle, um das bestehende Angebot zur Leseförderung weiter auszubauen.</p>
<p>Als größte Musikschule Österreichs ist die <strong>Linzer Musikschule</strong> der lokale Standort einer breiten musischen Bildung und arbeitet bereits kontinuierlich in Kooperationen sowohl mit anderen Kultureinrichtungen wie dem Brucknerhaus oder dem Ars Electronica Center als auch mit Schulen. Gerade im Hinblick auf den österreichweiten Ausbau von ganztägigen Schulformen soll die Linzer Musikschule neue Formate dafür entwickeln. Um diesen pädagogischen Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden, müssen die notwendigen infrastrukturellen Maßnahmen gesetzt werden. Im Fall der Musikschule bedeutet das eine Sicherung des Raumbedarfs <acronym title="folgende">f</acronym>ür Gruppen- und Ensembleunterricht. Zukünftig soll die Strahlkraft des Wissensturms und der Linzer Musikschule auch in einer Stärkung der dezentralen Einheiten dieser Einrichtungen als Lernorte und integrierte Bildungs- und Kulturzentren in den Stadtteilen münden [siehe Kapitel „Räume nutzen und schaffen“].</p>
<p>Das 2011 erneuerte Selbstverständnis der <strong>Linzer Museen</strong> definiert als Zielsetzung <acronym title="folgende">f</acronym>ür das kommende Jahrzehnt die Positionierung der Museen als Lern- und Bildungsorte, als vernetzte Orte und als Orte der innovativen Museumsarbeit. Diese Vision umfasst unter anderem auch, schwierige und kontroverse Inhalte, die zeitaktuell auf die Stadt und ihre Themen reagieren, publikumsbezogen zu präsentieren und möglichst zielgruppenorientiert zu vermitteln.</p>
<p>Der <strong>Neubau des Ars Electronica Center 2009</strong> verkörpert in baulicher Hinsicht, mit Einrichtungen wie Deep Space und Labors, das inhaltliche Grundkonzept des Museums der Zukunft  als Ort der Interaktion und Partizipation. Mit der Kreation neuer Vermittlungs- und Veranstaltungsformate bleibt die Ars Electronica als Zentrum des Experimentierens und der Innovation weiterhin über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus Pionierin in diesem Feld.</p>
<p>Für Museen sind insbesondere SchülerInnen, Kinder und Jugendliche eine wichtige BesucherInnengruppe. Zukünftig soll die Zusammenarbeit zwischen <strong>Schulen, Kindergärten, Horten und Kultureinrichtungen</strong> auf die Ebene langfristiger Kooperationen gehoben werden, um dem Ziel der Stadt zu entsprechen, allen SchülerInnen im Pflichtschulbereich sowie Kindern und Jugendlichen Zugang zu Kulturprojekten zu ermöglichen. Die Qualität einer Partnerschaft definiert sich über ein gegenseitiges Abstimmen der Bedürfnisse, die gemeinsame Entwicklung neuer Beteiligungsformen und die erfolgreiche Implementierung der Vermittlungsarbeit.</p>
<p>Die LIVA Linzer Veranstaltungsgesellschaft mbH der Stadt Linz <acronym title="folgende">f</acronym>ührt mit dem <strong>Brucknerhaus</strong>, dem <strong>Posthof</strong> und dem <strong>Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel</strong> zentrale Kulturstätten, die <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle Generationen ein vielfältiges Angebot im Musik-, Theater- und Tanzbereich schaffen. Um der Unterrepräsentanz der Bereiche Theater und Tanz im schulischen Kontext entgegenzuwirken, soll in diesen Einrichtungen verstärkt Vermittlungsarbeit zu den darstellenden Künsten geleistet werden. Weiters besteht der Bedarf nach ungeregelten, experimentellen Freiräumen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jugendliche [siehe Kapitel „Junge Menschen beteiligen“].</p>
<p><span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Linzer Kultureinrichtungen und VertreterInnen der freien Kunst- und Kulturvermittlung initiieren gemeinsam eine Linzer Kunst- und Kulturvermittlungsplattform zur Vernetzung der in diesem Bereich Aktiven und zur projektorientierten Bündelung der Vermittlungsangebote in Linz. Darüber hinaus soll diese Plattform, die von Linz Kultur koordiniert wird, Fragen zur Qualitätssicherung, zu den Schwerpunktsetzungen des Kulturentwicklungsplans und zu Rahmenbedingungen der Linzer Kunst- und Kulturvermittlung erörtern.</li>
<li>Die Volkshochschule entwickelt gemeinsam mit Kultureinrichtungen und den Pädagogischen Hochschulen Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kunst- und Kulturvermittlung.</li>
<li>Die städtischen Kultureinrichtungen und Linz Kultur erhöhen den Stellenwert der Kulturvermittlungsarbeit durch einen zweckgebundenen Budgetansatz <acronym title="folgende">f</acronym>ür Vermittlungsarbeit und durch eine Neustrukturierung von Projektabläufen, indem sie bei Ausstellungen, Festivals und anderen Formaten Kunst- und KulturvermittlerInnen bereits mit dem Beginn der Konzeptionsphase einbinden.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen und Linz Kultur entwickeln Vermittlungsprojekte, die Zielgruppen selbst zu VermittlerInnen qualifizieren (wie Menschen mit Migrationshintergrund, Jugendliche, Lehrlinge, Menschen mit Beeinträchtigungen).</li>
<li>Die Zweigstellen der Stadtbibliothek haben Partnerschaften mit Schulen, Kindergärten sowie Horten und erweitern ihr Angebot zur Leseförderung und zur Entwicklung von Lesekompetenz (<acronym title="zum Beispiel">z. B. </acronym>KiBuLeLa – KinderBuchLeseLand).</li>
<li>Die Initiative „Musikalischer <acronym title="Seite">S</acronym>üdwind“ der Musikschule der Stadt Linz wird im Sinne der Förderung von Chancengleichheit mit dem Ziel vorangetrieben, mittelfristig in allen Linzer Volksschulen ein Sing- und Rhythmusschulangebot zu etablieren.</li>
<li>Linzer Kultureinrichtungen und Initiativen der freien Kunst- und Kulturszene bilden Partnerschaften mit Linzer Schulen, Kindergärten und Horten. Dafür nominiert jede Linzer Kultureinrichtung eine „Kontaktperson“ zur Förderung von Kulturpartnerschaften und Projekten. Die Koordination dieser Maßnahme übernimmt die Kulturdirektion gemeinsam mit der Abteilung Schulen der städtischen Dienststelle Schule Sport Linz.</li>
<li>Kultureinrichtungen in Linz sorgen <acronym title="folgende">f</acronym>ür einen Ausbau von Vermittlungsformaten in den<br />
unterrepräsentierten Kunstformen wie Tanz, Architektur, Medienkultur und Design.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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		<title>8. Junge Menschen beteiligen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2013 21:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerda Forstner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kapitel]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, die Förderung ihrer Teilhabe am kulturellen Leben und die Schaffung kreativer Entfaltungsmöglichkeiten für junge Menschen gelten grundsätzlich als wichtige gesellschaftspolitische Ziele – weil sie die Aneignung sozialer und interkultureller* Kompetenzen forcieren, &#8230; <a href="http://kep.public1.linz.at/8-junge-menschen-beteiligen/">Weiterlesen <span class="meta-nav"><img src="http://kep.public1.linz.at/wp-content/themes/opencommons_linz/images/icon_next.gif" alt=" " /></span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung, die Förderung ihrer Teilhabe am kulturellen Leben und die Schaffung kreativer Entfaltungsmöglichkeiten <acronym title="folgende">f</acronym>ür junge Menschen gelten grundsätzlich als wichtige gesellschaftspolitische Ziele – weil sie die Aneignung sozialer und interkultureller* Kompetenzen forcieren, bei den nächsten Generationen Sensibilität und Offenheit gegenüber Kunst und Kultur aufbauen sowie als ideelle Investition in die Zukunft gesehen werden [siehe Kapitel „Kunst- und Kultur vermitteln“]. In der öffentlichen Wahrnehmung und in der praktischen Umsetzung hat jedoch Kulturarbeit von, <acronym title="folgende">f</acronym>ür und mit Kindern und Jugendlichen nicht annähernd diesen gewünschten Stellenwert. Eine zweite Diskrepanz in der Kinder- und Jugendkulturarbeit findet sich in den erheblichen Unterschieden zwischen den Vermittlungszugängen und Ansprüchen des etablierten Kulturbetriebes und den kurzlebigen kulturellen Realitäten, in denen sich Kinder und junge Menschen bewegen. Kindliche und jugendliche Kreativität ist heute von unterschiedlichsten Einflüssen geprägt und Ergebnis einer Schnittmenge von Freizeitverhalten, Schule, Elternhaus, neuen Kommunikationstechnologien und medienvermittelter Populärkultur, mitunter stark geprägt von marktfähigen und konsumorientierten Ästhetiken. Nicht zuletzt verlaufen die oft schwierigen Übergangsphasen von der Kindheit zur Jugend sowie von der Jugend zum Erwachsenenalter im Spannungsfeld von sowohl individuellen als auch kollektiven Identitätssuchen, die in Bezug auf Herkunft, Ausbildung, Geschlecht und Alter sehr unterschiedlich ausgeformt sind.</p>
<p>Die Stadt Linz verfolgt daher das Ziel, in der Kunst- und Kulturarbeit weiter die Akzentuierung auf die Bedürfnisse und Erfahrungswelten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verstärken. Die <strong>finanzielle und strukturelle Absicherung</strong> sowie die <strong>qualitative Weiterentwicklung</strong> von bestehenden kulturellen Formaten, Projekten und Einrichtungen <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jungendliche sind zentrale Anliegen in der zukünftigen Linzer Kulturentwicklung. Darüber hinaus sollen der <strong>Stellenwert der Kulturarbeit von, <acronym title="folgende">f</acronym>ür und mit Kindern und Jugendlichen</strong> erhöht sowie die Anerkennung der künstlerischen und kulturellen Leistungen jener Akteure und Akteurinnen, die sich <acronym title="folgende">f</acronym>ür junges Publikum engagieren, in der Öffentlichkeit gesteigert werden.</p>
<p>In den vergangenen Jahren hat sich das <strong>Angebot an kulturellen Formaten <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jugendliche in Linz</strong> erheblich erweitert. Zu bereits Bestehendem – wie der Musikschule der Stadt Linz, Jugendkulturzentren, den Programmschienen bei Linzfest und Pflasterspektakel, den Linzer Kinder- und Jugendbuchtagen und dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel mit Theater des Kindes und Linzer Puppentheater – entstanden unter anderem das Schäxpir Theaterfestival <acronym title="folgende">f</acronym>ür junges Publikum, die Kinderklangwolke, die KinderKreativUni an der Kunstuniversität Linz und Initiativen der freien Kunst- und Kulturszene. Kontinuierliches Kreativangebot <acronym title="folgende">f</acronym>ür junges Publikum bieten ebenso Linzer Museen mit Konzepten wie dem Lentos-Atelier, Los TaLENTOS und der Traumwerkstatt in den OÖ Landesmuseen. Das Ars Electronica Center entwickelte im letzten Jahrzehnt breitenwirksame Vermittlungsprogramme <acronym title="folgende">f</acronym>ür junge Menschen. Der großen Affinität von Kindern und Jugendlichen zu digitalen Medien wird auch die Ars Electronica mit u19 – Create your World, der Wettbewerbskategorie des Prix Ars Electronica <acronym title="folgende">f</acronym>ür alle unter 19 Jahren, und dem Zukunftsfestival der nächsten Generation gerecht. Das Lernzentrum LeWis im Wissensturm bietet jungen Menschen modernste Informationstechnologien, multimediale Arbeitsplätze und ausgewählte Lernsoftware, um sich selbstständig Wissen aneignen zu können. Mit der neu etablierten Programmschiene „Junger Wissensturm“ wird das Angebot von Volkshochschule und Stadtbibliothek <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jugendliche laufend ausgebaut.</p>
<p>Beim Heranführen von Kindern und Jugendlichen an Kunst und Kultur ist noch immer das <strong>soziale Umfeld</strong> mit Familie, Freundes- und Bekanntenkreis ein ebenso bedeutender Motivationsfaktor wie die Schule. Gerade Kinder im <strong>vorschulischen Alter</strong> sind besonders <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Faszination von künstlerischen und kulturellen Darbietungen empfänglich. Entsprechend dieser Erkenntnisse unterstützt die Stadt Linz außerschulische MultiplikatorInnen wie Kinderbetreuungseinrichtungen oder Eltern-Kind-Zentren und erhöht das Kulturangebot <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kleinkinder in der Stadt, das beispielsweise in der Musikschule der Stadt Linz mit dem Musikgarten (ab 2 Jahren), der elementaren Musikpädagogik (ab 4 Jahren) und neuen Aktivitäten des Kinderkulturzentrums Kuddelmuddel bereits besteht.</p>
<p>Die Stadt Linz schafft Rahmenbedingungen und erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung, um Kindern und Jugendlichen <strong>Freiräume zum Experimentieren mit Kunst- und Kulturformen</strong> zur Verfügung stellen zu können. Weiters unterstützt die Stadt Linz Formate und Projekte, die eine kulturelle Selbstaktivität und die ästhetische Produktion von Kindern und Jugendlichen durch partizipative Ansätze erhöhen. Dabei soll auch die Förderung von Begabungen und Talenten ohne soziale Zugangsbarrieren forciert werden.</p>
<p>Die Freizeitkultur von jungen Menschen wird insbesondere von Musik, Sport, Medien und Kommunikationstechnologien oder speziellen subkulturellen Erscheinungsformen geprägt. Daher ist es wichtig, <strong>kulturelle Angebote <acronym title="folgende">f</acronym>ür den unmittelbaren Lebens- und Aufenthaltsraum von Kindern und Jugendlichen</strong> in den Wohngegenden und Stadtteilen zu entwickeln und vor Ort Begegnungszonen zu schaffen. Eine zukünftige Linzer Stadtteilkulturarbeit zielt auf diese Bedürfnisse ab und forciert mit entsprechenden Maßnahmen den Dialog zwischen den Generationen.</p>
<p>Eine zentrale Basis <acronym title="folgende">f</acronym>ür die Entwicklung und Stärkung des Linzer Kunst- und Kulturangebots <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jugendliche ist die <strong>Förderung von Vernetzung und Zusammenarbeit</strong> zwischen den städtischen Einrichtungen und den AkteurInnen in diesem Bereich. Dafür soll eine Plattform installiert werden, die Kooperationsprojekte initiiert und den Informationsaustausch forciert. Bei Vernetzungsaktivitäten sollen neben VertreterInnen von Kultureinrichtungen sowie von Kinderund Jugendorganisationen auch PartnerInnen aus den Bereichen Sport, Integration*, Bildung und Soziales eingebunden werden [siehe Kapitel „Vernetzung und Kooperation stärken“].<br />
<span style="font-family: Arial; color: #000000;"> </span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #000000;">Maßnahmen:</span></span></strong></p>
<ul>
<li>Linz Kultur prüft Best-Practice-Modelle, die Kindern und Jugendlichen auf Basis von<br />
Gutscheinen freien Zugang zu Kulturangeboten ermöglichen („Kulturpass“ in Deutschland, „Kulturrucksack“ in Norwegen).</li>
<li>Linz Kultur verfolgt unter Einbindung von Linzer Kinder- und Jugendorganisationen eine qualitative Weiterentwicklung und einen Ausbau der Programmschienen <acronym title="folgende">f</acronym>ür junges Publikum beim Linzfest und Pflasterspektakel.</li>
<li>Das Nordico Stadtmuseum konzipiert eigene Ausstellungsprojekte <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kinder und Jugendliche.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen, insbesondere die Musikschule der Stadt Linz, die Zweigstellen der Stadtbibliothek und das Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, schaffen Mitmach- Angebote <acronym title="folgende">f</acronym>ür Kleinkinder, unter anderem in Kooperation mit den Eltern-Kind-Zentren und Kinderbetreuungseinrichtungen.</li>
<li>Die Stadt Linz macht <acronym title="folgende">f</acronym>ür junge Menschen Proberäume und Produktionsstätten in Stadtteilen, zum Beispiel in städtischen Leerständen oder Volkshäusern, bei geeigneter baulicher Beschaffenheit und entsprechenden Rahmenbedingungen leichter zugänglich.</li>
<li>Linzer Kultureinrichtungen konzipieren in Zusammenarbeit mit Jugendzentren und Schulen zu ausgewählten Programminhalten spezielle Vermittlungsangebote <acronym title="folgende">f</acronym>ür junge Menschen – insbesondere auch <acronym title="folgende">f</acronym>ür „bildungsferne“ Jugendliche.</li>
<li>Städtische Kultureinrichtungen, insbesondere das Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel, sowie Linz Kultur konzipieren und unterstützen Stadtteilkulturprojekte unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur (Volkshäuser, Jugendzentren, Zweigstellen der Stadtbibliothek etc.) entsprechend den Ziele in der Kulturarbeit <acronym title="folgende">f</acronym>ür, von und mit Kindern und Jugendlichen.</li>
<li>Die Volkshochschule Linz und das Nordico Stadtmuseum entwickeln in Zusammenarbeit mit dem Archiv der Stadt Linz zeitgeschichtliche Oral-History- <acronym title="beziehungsweise">bzw</acronym>. Zeitzeugenprojekte <acronym title="folgende">f</acronym>ür junge Menschen. Dabei stehen als PartnerInnen die Medienwerkstatt und die Friedensinitiative der Stadt Linz sowie andere Linzer Bildungs- und Kultureinrichtungen zur Verfügung.</li>
<li>Linz Kultur verstärkt in Zusammenarbeit mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel die Vernetzung von AkteurInnen in der Linzer Kinderkulturarbeit und bündelt die Aktivitäten der städtischen Kultureinrichtungen im Rahmen einer jährlich stattfindenden Kinderkulturwoche.</li>
</ul>]]></content:encoded>
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