Hubert Hummer

Drei Fragen zum neuen Kulturentwicklungsplan der Stadt Linz:

Mag. Hubert Hummer
Direktor des Wissensturm Linz


Was erwarten Sie sich konkret vom neuen Kulturentwicklungsplan?
Ich erwarte mir vorerst einmal eine breite und inhaltlich spannende Diskussion. Diese Phase kann kreative Prozesse in Gang setzen und wichtige Verständigungen innerhalb des Kulturbereiches schaffen. Das hat schon das Zustandekommen des ersten KEP gezeigt.
Vom KEP selbst erwarte ich mir ein klares Bekenntnis der Stadt Linz zur weiteren kulturellen Entwicklung der Stadt unter der vielleicht etwas abgegriffen klingenden Devise „Kultur für alle“, die für mich aber weiterhin handlungsleitend sein muss. Ich erwarte mir auch die Vereinbarung von klaren Schwerpunkten für die nächsten Jahre.

Welches Thema ist für Sie das wichtigste, wenn es um die zukünftige kulturelle  Entwicklung  von Linz geht?
Die Sicherstellung der notwendigen finanziellen Mittel ist natürlich immer zentral. Inhaltlich sehe ich den Ausbau von Kooperationen innerhalb des Kulturbereichs und darüber hinaus als zentrales Anliegen, auch die stärkere Entwicklung der so genannten „Kulturvermittlung“ in ihren unterschiedlichen Formen. Dabei spielt für mich das Zusammenspiel von Kultur und Bildung eine zentrale Rolle. Und dann steht die Frage im Raum, ob und in welcher Form die ehemalige Tabakfabrik ein neues Kulturquartier mit Ausstrahlungen in die Stadt und darüber hinaus werden kann. Außerdem wird dem kulturellen Potential durch Migration und den damit verbundenen Integrationsfragen sowie der Entwicklung von Linz als Stadt der Medien und der Medienkunst und der Förderung des freien Zugangs „zum Wissen“ für alle Bürgerinnen und Bürger großes Augenmerk zu schenken sein.

Eine Maßnahme, die Sie gerne durch den neuen Kulturentwicklungsplan verwirklicht sehen würden?
Bezogen auf den eigenen Verantwortungsbereich ist es mir natürlich wichtig, dass der Wissensturm als „Linzer Lernort“ weiter entwickelt werden kann und seine Funktion als Ort der Integration, der „zweiten Chance“ und des kommunalen und gesellschaftlichen Diskurses weiter gefestigt wird. Auch die weitere Entwicklung der Zweigstellen als dezentrale Strukturen von VHS und Bibliothek halte ich für wichtig. Verwirklicht würde ich gerne das Projekt Tabakfabrik und die oben angesprochenen Kooperations- und Vermittlungsstrukturen sehen.

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