Protokoll Stärken-Schwächen-Workshop (19.10.11)

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Ergebnisse aus dem Workshop vom 19. Oktober 2011

Insgesamt 96 TeilnehmerInnen haben in 6 Arbeitsgruppen die Arbeitsaufträge zu negativen und positiven Entwicklungen im Kulturbereich der Stadt Linz diskutiert.

 

1) Welche negativen Entwicklungen gab es im Kulturbereich der Stadt Linz in den letzten 10 Jahren?

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen:

  • Risikobereitschaft fehlt
  • Sensibilität „wer macht in Linz was“ fehlt noch (Pflänzchen hegen!!!)
  • „Verpopularisierung“ – Gefahr der Niederschwelligkeit
  • Kreativität geliftet – Medienwirksamkeit
  • Geld in „falsche Richtungen“ geflossen – Wirkung? – Darstellung Medien?
  • Beschränkte Freiräume (finanziell) – zu „Experimentellem“ stehen
  • zentrale „Konzentration“ – Randbezirke werden vernachlässigt
  • Auflagen Zentrum „locker“ – Auflagen Stadtteile „streng“
  • Stadtteilentwicklung fehlt?!
  • Wunsch: Gratis-Eintritt in Museen am Wochenende!
  • Zelt(e) zum Ausleihen für Veranstaltungen fehlen – günstige Leihgebühr
  • zugunsten von Vereinsförderungen und Kulturinitiativen!
  • Flächen/Werkstätten für Kinder- und Jugendkultur fehlen
  • Sonderförderungen – Weiterführung!!! – ohne Nachhaltigkeit und ohne
  • Auswirkungen auf reguläre Förderpraxis
  • Lentos ist in „Exklusivität erstarrt“ (unterschiedliche Ansichten)
  • Räume vom Lentos besser nutzen
  • Lentos: inhaltlich sperrig
  • Kultur- und Jugendhaus im Süden von Linz fehlt noch immer
  • Unis an Peripherie (wieder auch Bruckner-Uni)
  • LIVA oft im „eigenen Saft“

 

  • Einsparungen im soziokulturellen Bereich (Stelleneinsparungen)
  • zu wenig Bruckner (beim Bruckner-Fest)
  • zu wenig Vermittlungsarbeit (generell und personell und inhaltlich)
  • progressive Nutzung von Leerstände und öffentliche Räume
  • fehlende Partizipationsmöglichkeit für MigrantInnen in Kultur- und Bildungspolitik
  • „Zugrunderichten“ Forum Metall
  • fehlende Transparenz bei Auftragsvergabe und Förderungen
  • Überhandnehmen des Eventcharakters in der Kunst
  • Fehlendes Selbstverständnis als Kulturstadt bei den LinzerInnen
  • Missverhältnisse zwischen Hardware und Software (Bauten und Inhalte)
  • wenig bis keine Galerienlandschaft
  • Vereinnahmung kleiner Brands
  • Umgang mit Randgruppen – Stadtimage

 

  • Linzer-Auge
  • Musiktheater Standort im Berg
  • Linz: Leben am Fluss
  • Land/Stadt Kommunikation zu wenig
  • Kommunikation mit BürgerInnen im ländlichen Bereich zu wenig!
  • Quantitative Messkriterien vor Qualitativen -  Verhältnis!
  • „EinzelkämpferInnen“ ohne Möglichkeit zur Anbindung (Individuum/Kleingruppen)
  • Zeitverluste bei Leerständen (Tabakfabrik)
  • Einstellung von „Spotz”!!!
  • Auflösung KinderPoint
  • Stagnierung der Fördertöpfe
  • Unverhältnismäßige Verteilung / Infrastrukturinhalte
  • mangelnde Wertschätzung der freischaffenden KulturarbeiterInnen und Kunstschaffenden
  • Verlust öffentlicher Begegnungsräume durch kapitalistischen Druck auf Freiräume
  • mediale Berichterstattung bzgl. Migration eher im Minus! Plus fehlen!
  • Mangelndes mediales Interesse

 

  • Ressourcen Raum -Raummieten
  • Plattformen für unterschiedliche Zielgruppen werden nicht mehr angeboten (Hafenhalle, Kinderpoint, Infopoint, Akkustikon, Haus der Geschichten, Ruhepol)
  • Freie Projekte für Kinder und Jugendliche (Ressourcen, öffnen der Häuser)
  • Linz09 – keine Nachhaltigkeit bzgl. Räumlichkeiten
  • Stadtteil-Kulturarbeit = Stiefkind
  • Nordico: Reduzierung auf Linzthemen
  • Tanz: starke Tendenz in Richtung zeitgenössischer Tanz vs. Tradition (auch Ausbildung auf der Bruckner-Uni)
  • Kommerzielles in den Stadtteilen
  • Plätze und Räume sollen ohne Konsum-Pflicht genutzt werden (Kronen Zeitung,…)
  • Brücke SammlerInnen – Galerien
  • Wahrnehmung der „freien Szene“
  • Tendenz zur Oberflächlichkeit (alles blau beleuchten = Event)
  • Abwärtstrend in der Migration nach Linz09 (ein Auflockern)
  • Aufteilung der Ressourcen
  • Kontrolliertes normiertes Eingreifen in den öffentlichen Raum
  • Vereinnahmung der Vereine
  • Entwicklung von Galerien – weniger Subventionen im Volkstumbereich
  • Linz an der Donau!

 

  • KEP entwickelt Profil
    • Land OÖ ist gleich nicht Stadt Linz im Bezug auf Budget und Förderungen
    • Absprache fehlt
    • eigene Linie fahren
  • Geld aus EU
    • abholen?
    • Professionelle Hilfestellung
  • Öffentlicher Raum
    • hohe Priorität eingeräumt
  • weniger Angebotsorientierung
    • mehr Bedarfsorientierung
    • zielgruppenspezifisch Ressourcen einsetzen
    • Reflektieren für WEN?
  • Experimentierfreudigkeit
    • durchaus auch in größeren Maßstäben (Wohntypologien,…)

 

  • mediale Verarmung (Spotz,…)
  • Verengung des Kulturprozesses
  • auf Zahlen, auf ökonomische Werte,…
  • Verstärkte Präsentation der ansässigen KünstlerInnen/Initiativen in der Öffentlichkeit (Leerstände zu Verfügung stellen / Information)
  • mangelnde Identitätsbildung in Wohnquartieren
  • Forcierung der „Eventkultur“
  • Man muss der Kultur nachlaufen
  • zuwenig öffentliche Präsenz
  • keine kulturpolitischen Visionen
  • Unzureichende Nutzung der bestehenden Stadt- und Naturraum-Qualitäten
  • Kultur/Kunst nur im Großen
  • Quantität vs. Qualität (Besucherzahlen, Nächtigungszahlen)
  • Forschung? Wissenschaftliche Publikationen?
  • „Erwachsene“ Kunst wird an Kinder verkauft – das bringt Zahlen, aber ist nicht kindgerecht
  • Verminderung der Berichterstattung im Bereich der bildenden Kunst in öffentlichen Tageszeitungen
  • Zuwenig Geld und Hilfe für neue Initiativen
  • Zuwenig Einbindung der Kunstuni
  • „Kultur in Linz“ – Privileg der Oberschicht?! (kaum Einbindung bzw. Mitgestaltungsmöglichkeit der NormalbürgerInnen)
  • Verhältnis zwischen Hard- und Software: Investitionen (Bau); Personal- und Programmbudget und Kunstvermittlung für Marketingbudget
  • Vieles ist noch offen – Transparenz fehlt
  • Linz 09 ressourcenbindende Scheinwerferfunktion
  • Zusammenarbeit Kulturinstitutionen: Wo ist Steuerungsgruppe Land???

2) Welche positiven Entwicklungen gab es im Kulturbereich der Stadt Linz in den letzten 10 Jahren?

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen:

  • Linz hat großes kulturelles Potenzial
  • KEP war Motor für Linz09
  • Entwicklungen rund um die Kulturhauptstadt positiv
  • Koordination der Kulturträger Stadt & Land sind positiv
  • Genderparität – Bewusstsein für gendergerechte Kulturpolitik
  • großes kulturelles Angebot für Linz’s Größe
  • Breitfächrige Entwicklung in verschiedenen Bereichen der Kultur in Form von Bauten und Initiativen
  • Stadtbild wichtig & verbessert (Industrie ↔ Natur)

 

  • „Es tut sich was in Linz“
  • Blick aus Salzburg: große Einrichtungen, große Anlässe/Events werden international, medial, architektonisch wahrgenommen
  • Linz wird als Kulturhauptstadt wahrgenommen (besonders seit Linz09)
  • Entwicklung von Industriestadt zu Kulturstadt gelungen (Industrie profitiert davon!)
  • Linz als Marke: Klangwolke, Pflasterspektakel
  • gutes Programmkino-Angebot in der Innenstadt
  • gute Entwicklung in Teilhabe-Kultur
  • gute Besichtigungskultur-Angebote, z.B. Höhenrausch
  • immer wieder „offene Angebote“, z.B. BOL,/ hingehen-schauen-hören-erleben
  • raus aus üblichen Spielstädten – unkompliziert / professionell
  • erlebbar machen für alle – Lebensraum zu Kulturraum
  • Niederschwelligkeit bunter geworden
  • Mutige in der „freien Szene“, z.B. Filmfestival
  • Sonderförderprogramme geben Freiräume mit klarer Linie! (z.B. LinzIMport, LinzExport)

 

  • Linz09 – viel Diskussion, Nachhaltigkeit, Internationalität
  • Sonderförderprogramme (LinzIMpuls, LinzEXport,…)
  • Stellenwert der Kultur steigt
  • Reflexionen
  • es wurde viel gebaut (Wissensturm, Lentos, AEC, Salzamt,…)
  • allgemein mehr Kulturbewusstsein
  • mehr Migrationspräsenz
  • kritischere Diskussionen
  • „Kulturquartier“ (OK-Platz)
  • JugendPoint (Eisenbahnbrücke)
  • Pflasterspektakel
  • Volkshäuser (Sanierung)
  • Branchenübergreifende Kooperationen
  • Gestiegene Akzeptanz für Musiktheater
  • Positive Auswirkungen für Tourismus
  • Investitionen im öffentlichen Raum, Baukultur

 

  • Verbesserung der Akzeptanz gegenüber zeitgenössischer Kunst
  • die Öffnung zur gemeinsamen Diskussion des Kulturplans
  • Vernetzung / Identität
  • Schaffung von Atelier-Plätzen für internationale Künstler
  • langsames Herantasten an alternative, potentielle Veranstaltungs-Kultur-Räume (Linz09)
  • Idee „Kunst und Kultur für alle“
  • Stärkerer (politischer) Fokus auf Kultur
  • Partizipation der Bevölkerung
  • Imageverbesserung intern und extern gelungen
  • Positive Ansätze zur Vernetzung (Kultur – Wirtschaft – Medien – Politik – Tourismus)
  • Offener Umgang mit Vergangenheit („Führer“), kein Versuch der Verschleierung (Linz steht dazu, auch Industriestadt zu sein und hat Fiaker und Monarchie nicht nötig!) Linz ist authentisch und modern!
  • Linz ist eine moderne Stadt mit Kultur der Zukunft
  • keine eindeutige & fixe Positionierung (vgl. Wien, Salzburg)
  • bessere Kooperationsbereitschaft
  • Sonderförderprogramme zur Selbstinitiative von Projekten und Ausstellungen / Zusammenarbeiten
  • Linz hat einen guten Ruf – kulturell, modern
  • Erkenntnis, dass Kunst und Kultur nicht notgedrungen an irgendeine Form der Unterhaltung gebunden sein muss

 

  • AEC-Festival
  • LinzIMpuls
  • Next Comic
  • Skateparks
  • Höhenrausch
  • OK
  • Theatervielfalt
  • Vielfalt der Linzer Museen
  • Gute Info über Museeumsgeschehen
  • Freier Eintritt für Schulklassen in Museen
  • KunstUni in der Öffentlichkeit
  • Crossing Europe
  • Programmkino
  • Lentos
  • Schäxpir
  • Kauf von ATW
  • Klangwolke
  • Dr. Watzl
  • Kepler Salon
  • Roter Krebs
  • Umwandlung – Umdeutung von „Industriestadt“ in „Kultursatdt“
  • Linz09
  • Plätze, die einladend gestaltet wurden (Pfarrplatz, Domplatz, Promenade, AEC, Hauptplatz,…)
  • Vernetzung der Künsterlnnen
  • Symmetrie der Geschlechter

 

  • Zusammenarbeit Kulturinstitutionen (Stadt + Land verstärken und unterstützen; Öffnen der Großen für die Kleinen)
  • Traumhaftes Lentos
  • Auseinandersetzung Musiktheater (hat viele Jahre gedauert!)
  • Linz09: Entscheidungen treffen; Scheinwerferfunktion
  • Vieles ist noch in Entwicklung, z.B. Tabakfabrik
  • Linz ist (Kultur)Thema in EU
  • Linz09 angestoßen
  • Linz09 – KulturmitarbeiterInnen z.B. in Volkshäusern 

Quintessenz:

  • Mut & Vision
  • Potenziale heben
  • stärkerer Fokus
  • Linz09 polarisiert
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